Rekordwachstum, aber kein Vertrauen der Märkte: Redcare Pharmacy hat für 2025 einen Umsatz von 2,94 Milliarden Euro gemeldet — ein Plus von 24 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Trotzdem brach die Aktie nach der Ergebnispräsentation um mehr als 14 Prozent ein. Der Grund liegt nicht in den Umsatzzahlen, sondern in dem, was darunter liegt.
Wachstum ohne Gewinn überzeugt nicht mehr
Das E-Rezept-Geschäft in Deutschland war 2025 der klare Wachstumstreiber: Der Umsatz in diesem Segment verdoppelte sich nahezu auf 503 Millionen Euro. Die Zahl aktiver Kunden stieg um 11 Prozent auf 13,9 Millionen.
Das bereinigte EBITDA legte zwar um 72 Prozent auf 57,4 Millionen Euro zu — lag damit aber am unteren Ende der eigenen Prognose und deutlich unter dem Analystenkonsens von 61,6 Millionen Euro. Die Marge verbesserte sich von 1,4 auf 2,0 Prozent. Für ein Unternehmen dieser Größe sind das ernüchternde Zahlen.
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Noch schwerer wog die Anpassung des mittelfristigen Margenziels: Statt der bisher angestrebten mehr als 8 Prozent peilt das Unternehmen nun nur noch mehr als 5 Prozent an. Das langfristige Ziel von über 8 Prozent bleibt zwar bestehen, rückt damit aber weiter in die Zukunft.
Das Nicht-Rx-Geschäft schwächelt strukturell
Besonders auffällig ist die Verlangsamung im rezeptfreien Segment. UBS dokumentierte einen kontinuierlichen Rückgang der Wachstumsraten: von rund 25 Prozent im Jahr 2023 über 21 Prozent in 2024 und 15 Prozent in 2025 auf nun prognostizierte 8 bis 10 Prozent für 2026. Dieser Trend deutet auf ein strukturelles Problem hin, nicht nur auf einen vorübergehenden Dämpfer.
Für 2026 erwartet Redcare ein Gesamtumsatzwachstum von 13 bis 15 Prozent — der Analystenkonsens hatte rund 17,5 Prozent erwartet. Die angestrebte bereinigte EBITDA-Marge von mindestens 2,5 Prozent liegt ebenfalls unter den Markterwartungen von 2,9 bis 3,0 Prozent.
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Analysten bleiben konstruktiv — mit Abstrichen
Die Analystengemeinde ist gespalten. Jefferies hält an einer Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 150 Euro fest, weist aber darauf hin, dass der Mittelpunkt der EBITDA-Prognose für 2026 rund 19 Prozent unter dem bisherigen Konsens liegt. UBS bewertet die Aktie mit „Neutral“ und einem Kursziel von 74 Euro und sieht die Verlangsamung im Nicht-Rx-Bereich als strukturelles Risiko. Barclays bleibt bei „Overweight“, Baader Bank bei „Kaufen“ mit einem Ziel von 125 Euro.
Die Kursziele liegen damit weit über dem aktuellen Niveau von rund 40 Euro — was zeigt, wie stark der Kursverfall die Bewertung komprimiert hat. Seit Jahresbeginn hat die Aktie fast 40 Prozent verloren, auf Zwölfmonatssicht sogar rund 68 Prozent.
Nächster Test am 6. Mai
Management und Investoren werden nicht lange auf Klarheit warten müssen. Am 6. Mai 2026 legt Redcare die nächsten Quartalszahlen vor. Dann wird sich zeigen, ob die Margensteigerung auf 2,5 Prozent tatsächlich auf Kurs ist — und ob das E-Rezept-Wachstum die hohen Investitionen in Logistik und Technologie zu kompensieren beginnt. Erst wenn diese Frage mit konkreten Zahlen beantwortet ist, dürfte sich das Vertrauen der Märkte wieder festigen.
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