Redcare Pharmacy Aktie: Schwächere Performance?

Redcare Pharmacy verfehlt im vierten Quartal die Analystenerwartungen, da das rezeptfreie Geschäft trotz hoher Erkrankungszahlen schwächelt. Die Aktie notiert auf Dreijahrestief.

Redcare Pharmacy Aktie
Kurz & knapp:
  • Umsatzwachstum im Schlussquartal deutlich verlangsamt
  • Rezeptfreie Medikamente enttäuschen trotz Grippewelle
  • Starker Zuwachs beim elektronischen Rezept
  • Aktienkurs fällt auf Niveau von vor drei Jahren

Die Aktie von Redcare Pharmacy stürzte am Mittwoch um über 6 Prozent auf 67,05 Euro ab – und landet damit als Schlusslicht im MDAX. Der Grund? Vorläufige Zahlen für das vierte Quartal 2025, die auf den ersten Blick solide wirkten, bei genauerem Hinsehen aber enttäuschten.

Das Unternehmen meldete für das Gesamtjahr 2025 einen Umsatzanstieg von 24 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro. Im Schlussquartal fiel das Wachstum jedoch deutlich schwächer aus – und verfehlte die mittleren Analystenschätzungen. Besonders bitter: Ausgerechnet das Geschäft mit rezeptfreien Medikamenten enttäuschte massiv.

Wo bleibt der Grippeeffekt?

Martin Comtesse von Jefferies sprach von einer „klar negativen Überraschung“. Die Grippewelle in Deutschland erreichte im Dezember 2025 deutlich höhere Werte als im Vorjahr – eigentlich ideale Bedingungen für eine Online-Apotheke. Doch statt vom Boom zu profitieren, verlangsamte sich das Wachstum im rezeptfreien Segment spürbar.

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Felix Dennl von der Privatbank Metzler nannte die Entwicklung „umso erstaunlicher“ angesichts der höheren Erkrankungszahlen. Offenbar gelang es Redcare nicht, von der gestiegenen Nachfrage zu profitieren.

E-Rezept als Lichtblick

Einen Wachstumsschub gab es immerhin beim elektronischen Rezept: Hier legte der Umsatz im vierten Quartal um rund 60 Prozent zu. Der aktive Kundenstamm kletterte auf 13,9 Millionen. Dennl sieht darin einen verstärkten Trend zu chronisch Kranken, die E-Rezepte nutzen und häufiger bestellen.

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Doch dieser positive Impuls wurde vom schwachen rezeptfreien Geschäft überlagert. Comtesse stellte fest: Der Konzernumsatz wuchs 2025 um 24 Prozent – während die Aktie im selben Zeitraum rund 50 Prozent verlor. Die Papiere notieren seit Anfang November wieder auf Tiefständen von vor drei Jahren.

Aufwärtspotenzial für 2026?

Trotz der Enttäuschung bleiben beide Analysten optimistisch. Comtesse sieht für 2026 Aufwärtspotenzial, Dennl bleibt von den „mittelfristigen strukturellen Wachstumschancen überzeugt“. Ein möglicher Treiber: Sollte die Zuzahlung für verschreibungspflichtige Medikamente steigen, könnten mehr Verbraucher auf günstigere Online-Alternativen umsteigen.

Die Aktie hatte erst am Dienstag von einem positiven Analystenkommentar profitiert – nur um am Mittwoch prompt wieder abzustürzen. Die Zahlen zeigen: Redcare muss liefern, um das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen.

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