Redcare Pharmacy verzeichnet rasantes Umsatzwachstum, kämpft aber spürbar mit der Profitabilität. Während das Geschäft mit verschreibungspflichtigen Medikamenten floriert, schwächelt der frei verkäufliche Bereich angesichts neuer Konkurrenz durch Drogeriemärkte. Nun reagiert die Online-Apotheke mit einem weitreichenden personellen Umbau auf höchster Ebene.
Die Anleger werten die gemischte fundamentale Lage derzeit als klares Warnsignal. Am Dienstag rutschte der Kurs exakt auf das neue 52-Wochen-Tief von 39,56 Euro ab. Damit summiert sich der Verlust auf Sicht von zwölf Monaten auf drastische 71 Prozent.
Zweigeteiltes operatives Geschäft
Die kürzlich vorgelegten Jahreszahlen für 2025 erklären die Skepsis des Marktes. Zwar verzeichnete das Unternehmen einen Umsatzsprung von 24 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro. Dieser Erfolg basiert jedoch fast ausschließlich auf dem E-Rezept, das die internen Ziele mit einem Plus von 98 Prozent in Deutschland weit übertraf.
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Das Segment für rezeptfreie Medikamente (OTC) verfehlte hingegen die Markterwartungen im Schlussquartal deutlich. Hier drückt zunehmender struktureller Wettbewerb auf die Margen. Seit Ende 2025 mischt der Drogerieriese dm mit seinem neuen Service „dm-med“ intensiv im Online-Apothekenmarkt mit und greift direkt Marktanteile an.
Neues Personal für höhere Margen
Als Reaktion auf diese Entwicklung steht auf der anstehenden Hauptversammlung eine umfassende Neuausrichtung der Führungsstruktur an. Gleich drei langjährige Aufsichtsratsmitglieder räumen ihre Posten und machen Platz für neue Kandidaten. Zudem soll mit Hendrik Krampe ein ehemaliger Amazon-Manager das Finanzressort übernehmen.
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Die personelle Erneuerung zielt darauf ab, die Effizienz zu steigern. Das Unternehmen investiert derzeit massiv in neue Logistikzentren in Tschechien und den Niederlanden. Diese Ausgaben drücken kurzfristig auf die Bilanz, sollen aber ab Ende 2026 die Kosten pro Bestellung signifikant senken.
Entsprechend weit auseinander gehen die Einschätzungen der Analysten für die mittelfristige Ertragskraft. Die aktuellen Kursziele spiegeln eine tiefe Zerrissenheit des Marktes wider:
- Deutsche Bank: 200 Euro (Buy)
- Berenberg: 165 Euro (Buy)
- Barclays: 110 Euro (Overweight)
- UBS: 74 Euro (Neutral)
Der Terminkalender für die kommenden Wochen ist eng getaktet. Nach der Neubesetzung der Gremien auf der Hauptversammlung am 15. April folgt am 6. Mai bereits der Bericht zum ersten Quartal 2026. Diese Zahlen müssen erste konkrete Belege liefern, ob das Management die angepeilte bereinigte EBITDA-Marge von mindestens 2,5 Prozent für das laufende Jahr erreichen kann.
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