Die Online-Apotheke Redcare Pharmacy hat ihre vorläufigen Zahlen für 2025 vorgelegt – und die fallen gemischt aus. Zwar konnte das Unternehmen seinen Jahresumsatz um 24 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro steigern, doch im entscheidenden Schlussquartal schwächelte das Wachstum deutlich. Zwischen Oktober und Dezember kletterten die Erlöse nur noch um 18 Prozent auf 794 Millionen Euro. Damit verfehlte Redcare die eigene Prognose, die ein Plus von mindestens 25 Prozent vorsah.
Die Bremsspuren zeigen sich vor allem im Non-Rx-Geschäft, also bei rezeptfreien Produkten. Hier legte der Umsatz im vierten Quartal nur noch um magere 9 Prozent auf 483 Millionen Euro zu – deutlich weniger als die 15 Prozent im Gesamtjahr. Die Nachfrage entwickelte sich in einigen Märkten verhalten, wie CEO Olaf Heinrich einräumte.
E-Rezept rettet die Bilanz
Der Lichtblick kommt aus Deutschland: Das Geschäft mit verschreibungspflichtigen Medikamenten explodierte regelrecht. Die Rx-Umsätze in Deutschland verdoppelten sich nahezu – von 254 Millionen Euro im Jahr 2024 auf 503 Millionen Euro in 2025. Allein im vierten Quartal legten sie um 60 Prozent auf 155 Millionen Euro zu. Das E-Rezept entwickelt sich damit zum Rettungsanker für Redcare.
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In der gesamten DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) kletterten die Rx-Erlöse auf 1 Milliarde Euro, die Hälfte davon entfiel auf Deutschland. Die Gesamtumsätze im DACH-Segment stiegen im Schlussquartal um 17,5 Prozent auf 656 Millionen Euro.
Kundenzahl wächst weiter
Immerhin: Die Kundenbasis expandiert. 13,9 Millionen aktive Kunden zählte Redcare Ende 2025 – ein Plus von 1,4 Millionen gegenüber dem Vorjahr. Auch die Kundenzufriedenheit verbesserte sich: Der Net Promoter Score kletterte von 72 im dritten Quartal auf 74 im Schlussviertel.
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Das internationale Segment, das Belgien, Italien, Frankreich und die Niederlande umfasst, legte im vierten Quartal um 17,9 Prozent auf 138 Millionen Euro zu. Im Gesamtjahr erreichte der Umsatz hier 540 Millionen Euro.
Was bleibt unterm Strich?
Die Zahlen offenbaren eine klare Abhängigkeit vom deutschen E-Rezept-Geschäft. Während das klassische Online-Geschäft mit rezeptfreien Produkten an Schwung verliert, rettet das Wachstum bei verschreibungspflichtigen Medikamenten die Bilanz. Die verfehlte Jahresprognose dürfte bei Anlegern dennoch für Stirnrunzeln sorgen – zumal die Wachstumsdynamik im vierten Quartal spürbar nachließ. Am 4. März 2026 will Redcare den vollständigen Geschäftsbericht vorlegen.
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