Redcare Pharmacy hat seinen Jahresbericht 2025 vorgelegt – und die Zahlen erzählen eine Geschichte mit zwei Seiten. Der Umsatz wächst kräftig, doch die Profitabilität bleibt ein offenes Kapitel. Der Kurs hat in den vergangenen Wochen deutlich nachgegeben und notiert aktuell nahe seinem 52-Wochen-Tief.
Die Zahlen im Überblick
Der Konzernumsatz stieg 2025 um rund 24 Prozent auf 2,94 Milliarden Euro. Treiber war vor allem das deutsche Rx-Segment – also verschreibungspflichtige Medikamente –, dessen Umsatz sich auf 503 Millionen Euro nahezu verdoppelte. Der Rückenwind kommt vom flächendeckenden Rollout des E-Rezepts in Deutschland, der die Nachfrage nach digitalen Apothekendienstleistungen spürbar angekurbelt hat.
Doch das Wachstum hat seinen Preis. Unterm Strich steht ein Nettoverlust von 37,7 Millionen Euro. Die Bruttomarge sank von 22,3 auf 21,3 Prozent – ein direktes Ergebnis des wachsenden Anteils margenarmer Rx-Produkte am Gesamtmix. Je mehr Rezeptmedikamente Redcare verkauft, desto stärker drückt das auf die Marge.
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Vorsichtiger Ausblick für 2026
Für das laufende Jahr peilt das Management ein Umsatzwachstum von 13 bis 15 Prozent an. Der deutsche Rx-Umsatz soll dabei die Marke von 670 Millionen Euro überschreiten. Beim bereinigten EBITDA wird eine Marge von mindestens 2,5 Prozent angestrebt – eine Zielgröße, die konservativer ausfällt als frühere Markterwartungen.
Das nicht-verschreibungspflichtige Geschäft soll dagegen nur noch mit 8 bis 10 Prozent wachsen – eine deutliche Verlangsamung gegenüber dem Rx-Segment. Das Unternehmen setzt klar auf Marktanteile im digitalen Gesundheitsmarkt, nimmt dafür aber weiterhin Abstriche bei der kurzfristigen Rentabilität in Kauf.
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Parallel dazu veröffentlichte Redcare seinen ersten Klimaübergangsplan: Bis 2040 sollen die Scope-1- und Scope-2-Emissionen auf netto null sinken, bis 2035 sollen die operativen Emissionen um 53 Prozent reduziert werden. Den Strombedarf will das Unternehmen bereits bis Ende 2026 vollständig aus erneuerbaren Quellen decken.
Wann dreht die Profitabilität?
Der Markt hat auf die Kombination aus Verlust und vorsichtiger Guidance reagiert: Die Aktie hat seit Jahresbeginn rund 37 Prozent verloren. Das Wachstum im Rx-Segment ist strukturell intakt, solange das E-Rezept weiter an Fahrt gewinnt. Entscheidend wird sein, ob Redcare 2026 tatsächlich die angepeilte EBITDA-Marge von 2,5 Prozent erreicht – das wäre ein erster konkreter Beleg dafür, dass das Geschäftsmodell auf dem Weg zur Profitabilität ist.
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