Starkes Umsatzwachstum trifft auf schrumpfende Margen. Bei Redcare Pharmacy klaffen im ersten Quartal 2026 operative Realität und Markterwartungen auseinander. Die Online-Apotheke profitiert massiv vom E-Rezept, zahlt dafür aber einen Preis bei der Profitabilität.
Zweistelliges Wachstum, verfehlte Prognosen
Der Konzernumsatz kletterte in den ersten drei Monaten um gut 18 Prozent auf knapp 850 Millionen Euro. Das bereinigte operative Ergebnis legte parallel dazu auf 14,4 Millionen Euro zu.
Analysten hatten sich im Vorfeld mehr erhofft. Der Konsens lag bei über 16 Millionen Euro, womit das Unternehmen die Schätzungen spürbar verfehlte. Unter dem Strich verbuchte die Online-Apotheke einen Nettoverlust von 10,5 Millionen Euro.
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E-Rezept treibt das Geschäft
Ein zentraler Wachstumsmotor ist das verschreibungspflichtige Geschäft in Deutschland. Hier schossen die Erlöse um 55 Prozent nach oben. Sie steuerten 168 Millionen Euro zum Gesamtumsatz bei.
Das rezeptfreie Sortiment erholt sich indes ebenfalls. Gruppenweit wuchsen diese Verkäufe um rund zehn Prozent. Erste Daten für den April deuten auf eine weitere Beschleunigung im deutschen Markt hin.
Margendruck durch Strukturwandel
Der Erfolg im Rezeptgeschäft verändert die Struktur des Unternehmens. Da verschreibungspflichtige Medikamente geringere Gewinnspannen abwerfen, sank die Bruttomarge im abgelaufenen Quartal auf 21 Prozent. Im Vorjahr lag dieser Wert noch über 23 Prozent.
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Hinzu kommt ein intensiverer Wettbewerb bei rezeptfreien Artikeln. Auch der im vergangenen Herbst eingeführte Rx-Bonus belastet die Profitabilität. Der operative Cashflow schrumpfte folglich von 37 Millionen auf 23 Millionen Euro.
Blick auf die Aktie und das Jahresziel
An der Börse notiert die Aktie aktuell bei knapp 47 Euro. Nach einem Absturz im März hat sich das Papier in den vergangenen 30 Tagen um gut 30 Prozent erholt. Vom alten 52-Wochen-Hoch bleibt der Kurs dennoch weit entfernt.
Für das Gesamtjahr 2026 hält CEO Olaf Heinrich an der bisherigen Marschroute fest. Der Umsatz soll um bis zu 15 Prozent steigen. Die bereinigte operative Marge peilt das Management bei mindestens 2,5 Prozent an.
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