dm und Rossmann greifen an. Für Redcare Pharmacy wird das zum Problem — ausgerechnet in einem Jahr, das das Management selbst als Hochinvestitionsphase deklariert hat.
Die Aktie schloss die Woche bei 48,96 Euro. Seit Jahresbeginn hat sie rund 27 Prozent verloren. Das 52-Wochen-Hoch liegt bei 136,20 Euro — mehr als 64 Prozent über dem aktuellen Kurs.
Zwei Fronten, ein Kernproblem
dm verkauft seit Dezember 2025 rund 2.500 rezeptfreie Produkte über seine eigene Online-Plattform „dm-med“. Rossmann zieht nach: Eine eigene Online-Apotheke ist für 2026 als zentrales Projekt geplant, betrieben aus den Niederlanden und gestützt auf eine App mit rund 11 Millionen aktiven Nutzern.
Das trifft Redcare im OTC-Segment empfindlich. Das Management hat die Wachstumsprognose dort von 16 auf 8 bis 10 Prozent gesenkt. Das mittelfristige Margenziel fiel von 8 auf 5 Prozent.
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Das Rezeptgeschäft bleibt geschützt
Rossmann hat angekündigt, keine verschreibungspflichtigen Medikamente anzubieten. Das schützt Redcares stärkstes Segment. Im deutschen Online-Rezeptmarkt hält das Unternehmen 67 Prozent Marktanteil. Für 2026 erwartet das Management Rx-Umsätze von mehr als 670 Millionen Euro.
Felix Dennl von Bankhaus Metzler sieht hier sogar Rückenwind: Geplante Erhöhungen der Rezeptzuzahlungen könnten preissensible Patienten verstärkt in günstigere Online-Kanäle treiben.
Neues Führungsteam, volle Investitionskasse
Auf der Hauptversammlung 2026 bestätigten die Aktionäre drei neue Aufsichtsratsmitglieder. Hendrik Krampe, der neue CFO mit rund 20 Jahren E-Commerce-Erfahrung bei Amazon und eBay, wurde formal ernannt.
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Der Führungswechsel fällt in die kapitalintensivste Phase der Unternehmensgeschichte. Ein neues Logistikzentrum in Pilsen soll die jährliche Kapazität um 15 Millionen Pakete steigern. Die hohen Investitionen belasten die Profitabilität — und haben das mittelfristige Margenziel nach unten gedrückt.
Für das Gesamtjahr 2026 hält das Management an seinen Zielen fest: 13 bis 15 Prozent Umsatzwachstum und eine bereinigte EBITDA-Marge von mindestens 2,5 Prozent.
Analysten bleiben optimistisch
Trotz des Kursrutsches empfehlen sieben Analysten die Aktie zum Kauf — keiner rät zum Verkauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 94,94 Euro. Jefferies hält an einem Kursziel von 150 Euro fest und lobt den starken Jahresstart. Deutsche Bank empfiehlt ebenfalls den Kauf und verweist auf den wachsenden E-Rezept-Marktanteil.
Am 6. Mai legt Redcare seinen Quartalsbericht vor. Dann zeigt sich, ob das OTC-Segment unter dem Wettbewerbsdruck stabilisiert und ob die 2,5-Prozent-Marge noch erreichbar ist — der erste echte Test für das neue Führungsteam.
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