Starkes Umsatzwachstum, aber Margen noch im Aufbau — bei Redcare Pharmacy klafft zwischen operativer Dynamik und Bewertung eine auffällige Lücke. Am 6. Mai liefert der Quartalsbericht erstmals Zahlen, auf die Anleger wirklich gewartet haben.
Kurs erholt, aber weit vom Hoch entfernt
Die Aktie notiert aktuell bei rund 48,88 Euro. Vom Jahrestief bei 31,00 Euro im März hat sie sich deutlich erholt — ein Plus von fast 58 Prozent. Trotzdem liegt der Kurs noch rund 64 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 136,20 Euro. Auf Jahressicht hat das Papier mehr als 62 Prozent verloren.
Der Grund ist kein Geheimnis. Redcare hat 2026 zum Jahr der maximalen Investitionen erklärt. Ein neues Logistikzentrum im tschechischen Pilsen soll die jährliche Versandkapazität um 15 Millionen Pakete erhöhen. Das kostet. Das Unternehmen senkte sein mittelfristiges Margenziel von über acht auf mehr als fünf Prozent — eine Revision, die den Kurs seither belastet.
Umsatz überzeugt, Margen folgen noch nicht
Die vorläufigen Q1-Zahlen waren stark. Der Konzernumsatz stieg um 18,3 Prozent auf 848 Millionen Euro. Rx-Umsätze legten um 35 Prozent auf 315 Millionen Euro zu. Das deutsche Rezeptgeschäft wuchs sogar um 55 Prozent. Die Zahl aktiver Kunden kletterte auf 14,2 Millionen.
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Diese Zahlen sind allerdings vorläufig. Am 6. Mai veröffentlicht Redcare den vollständigen Zwischenbericht — mit Marge, Cashflow und Profitabilitätskennzahlen. Genau das fehlt bisher.
Das Jahresziel bleibt bestätigt: 13 bis 15 Prozent Umsatzwachstum, deutsches Rx-Volumen über 670 Millionen Euro, eine bereinigte EBITDA-Marge von mindestens 2,5 Prozent. Nach dem Investitionszyklus soll die Investitionsquote unter zwei Prozent des Umsatzes fallen.
Technologievorsprung und Wettbewerbsdruck
Im April wurde Redcare zur ersten Apotheke, die die neue Telematikinfrastruktur TI 2.0 integriert hat. Die HSM-B-Technologie ersetzt physische Institutionskarten durch digitale Identitäten. Das beschleunigt den Zugang zu E-Rezepten und verbessert Skalierbarkeit sowie Kostenstruktur. Mit einem Marktanteil von 67 Prozent im deutschen Online-Rx-Segment verteidigt Redcare eine starke Position.
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Allerdings wächst der Druck im OTC-Segment. Der Drogerieriese dm startete im Dezember 2025 die Plattform „dm-med“, Rossmann plant Ähnliches. Das schürt Sorgen über Margenerosion außerhalb des Rezeptgeschäfts.
Analysten uneinig über Kursziel
Jefferies hält an einem Kursziel von 150 Euro fest und bewertet die Aktie mit „Buy“. Deutsche Bank empfiehlt ebenfalls den Kauf und verweist auf den wachsenden E-Rezept-Marktanteil. Barclays senkte das Kursziel zuletzt von 110 auf 70 Euro, behielt aber das „Overweight“-Rating bei. Die Spanne zwischen 70 und 150 Euro zeigt, wie unterschiedlich Analysten das Verhältnis aus Wachstum und Margenprofil bewerten.
Der Bericht am 6. Mai wird zeigen, ob der Investitionszyklus erste messbare Renditen liefert — oder ob die Marge weiter hinter dem Umsatz herhinkt.
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