Regeneron Aktie: Marktanalyse erfolgt

Regenerons Quartalsgewinn sank trotz Umsatzüberschreitung, angetrieben vom starken Wachstum von Dupixent, während die Eylea-Umsätze deutlich zurückgingen.

Regeneron Aktie
Kurz & knapp:
  • Gewinnrückgang trotz Umsatzüberschreitung im Quartal
  • Starker Umsatzeinbruch beim Blockbuster Eylea
  • Dupixent wächst weiterhin dynamisch als Zugpferd
  • Wichtige Zulassungsentscheidungen für Pipeline 2026 erwartet

Die Aktie von Regeneron steht bei 743,02 US-Dollar – doch der jüngste Quartalsauswurf zeigt ein zwiespältiges Bild. Während die Erlöse im vierten Quartal 2025 auf 3,88 Milliarden Dollar kletterten und damit die Erwartungen übertrafen, rutschte der Gewinn ab. Unter dem Strich blieben nur noch 844,6 Millionen Dollar übrig, verglichen mit 917,7 Millionen im Vorjahresquartal. Ein Rückgang von 8 Prozent, der aufhorchen lässt.

Der Gewinn je Aktie sank von 8,06 auf 7,86 Dollar. Bereinigt um Sondereffekte erreichte das Unternehmen 11,44 Dollar je Aktie – auch hier ein Minus von 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Analysten von Baird hoben ihr Kursziel zwar von 630 auf 742 Dollar an, blieben aber bei ihrer neutralen Einschätzung. Sieben Analysten haben ihre Gewinnerwartungen nach oben korrigiert, doch die aktuellen Zahlen werfen Fragen auf.

Das Eylea-Dilemma wird sichtbar

Das Kernproblem zeigt sich beim Blockbuster Eylea. Die US-Umsätze des älteren 2mg-Präparats brachen um 52 Prozent auf nur noch 577 Millionen Dollar ein – und lagen damit unter den erwarteten 600 Millionen. Die neue Hochdosis-Version Eylea HD konnte mit 506 Millionen Dollar zwar die Prognose von 454 Millionen übertreffen und legte um 66 Prozent zu. Doch der kombinierte Umsatz beider Präparate sank um 28 Prozent auf 1,08 Milliarden Dollar.

Im Gesamtjahr 2025 rutschten die Eylea-Gesamtumsätze um 27 Prozent auf 4,39 Milliarden Dollar ab. Die FDA genehmigte im November 2025 zwar wichtige Label-Erweiterungen für Eylea HD, darunter die Behandlung nach retinalen Venenverschlüssen und monatliche Dosierungsoptionen. Zudem wurde im Dezember 2025 ein neuer Hersteller für die Vial-Befüllung zugelassen. Eine Entscheidung über Fertigspritzen wird für das zweite Quartal 2026 erwartet.

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Dupixent trägt die Last allein

Der eigentliche Wachstumstreiber sitzt außerhalb der eigenen Bilanz: Dupixent, das Gemeinschaftsprojekt mit Sanofi, schoss im vierten Quartal um 34 Prozent auf 4,9 Milliarden Dollar hoch. Im Gesamtjahr erreichte das Präparat 17,8 Milliarden Dollar – ein Plus von 26 Prozent. Über 1,4 Millionen Patienten weltweit nutzen mittlerweile das Medikament, das im Oktober 2025 von der Galien-Stiftung als „bestes Biotechnologie-Produkt“ ausgezeichnet wurde.

Die Europäische Kommission genehmigte im November 2025 Dupixent für chronische spontane Urtikaria bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren. In Japan wurde im Dezember die Zulassung für Asthma bei Kindern zwischen 6 und 11 Jahren erweitert. Die FDA prüft derzeit beschleunigt eine weitere Indikation für allergische fungale Rhinosinusitis mit einer Entscheidungsfrist im Februar 2026.

Libtayo sichert sich Monopolstellung

Das Krebsmedikament Libtayo legte global um 16 Prozent auf 425 Millionen Dollar zu. Im Oktober und November 2025 erhielt es von FDA und EU die Zulassung als erste und einzige Immuntherapie zur adjuvanten Behandlung von Hochrisiko-Hautkrebs nach Operation und Bestrahlung. In Japan wurde im Dezember 2025 ein entsprechender Antrag eingereicht.

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Die Produktumsätze insgesamt schrumpften allerdings um 16 Prozent auf 1,68 Milliarden Dollar – hauptverantwortlich war der Eylea-Rückgang. Die Kollaborationserlöse mit Sanofi sprangen dagegen um 35 Prozent auf 1,64 Milliarden Dollar nach oben.

Pipeline soll 2026 liefern

Regeneron hat etwa 45 Kandidaten in klinischer Entwicklung. Im Dezember 2025 reichte das Unternehmen einen Zulassungsantrag für DB-OTO ein, eine Gentherapie gegen erblichen Hörverlust bei Kindern. Eine FDA-Entscheidung wird für die erste Jahreshälfte 2026 erwartet. Ebenso wurden Anträge für Garetosmab zur Behandlung von Fibrodysplasia ossificans progressiva in den USA und Europa eingereicht.

Die Partnerschaft mit Tessera Therapeutics für TSRA-196 gegen Alpha-1-Antitrypsin-Mangel wurde im Januar 2026 wirksam. Zudem kündigte das Unternehmen eine Investition von 2 Milliarden Dollar in eine neue Produktionsanlage in Saratoga Springs, New York an – zusätzlich zu bereits geplanten 7 Milliarden Dollar an heimischen Investitionen.

Für 2026 stehen entscheidende Datenauslesungen an: Die Phase-3-Studie zur Kombination von Fianlimab und Libtayo beim metastasierten Melanom soll in der ersten Jahreshälfte Ergebnisse liefern. Ebenso werden Daten zu Cemdisiran bei geografischer Atrophie und paroxysmaler nächtlicher Hämoglobinurie erwartet.

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