Morgen spricht das Renk-Management in Augsburg — und der Markt stimmt sich bereits ein. Die Aktie gewann heute rund drei Prozent auf 56,65 Euro. Auf Sicht von sieben Tagen summiert sich das Plus auf fast neun Prozent.
Pre-Close Call als erster Gradmesser
Am Mittwoch hält das Management in Augsburg einen Pre-Close Call ab und gibt einen ersten Einblick in die Zahlen des ersten Quartals. Tags darauf folgt eine Kapitalmarktkonferenz in München. Der detaillierte Quartalsbericht erscheint am 6. Mai.
Für 2026 plant Renk einen Umsatz von über 1,5 Milliarden Euro. Das bereinigte EBIT soll zwischen 255 und 285 Millionen Euro liegen — eine Marge von 17 bis 18,4 Prozent.
Strukturwandel im Servicegeschäft
Renk setzt auf höhermargige After-Sales-Services. Ersatzteile und Wartung machen aktuell 36 Prozent des Umsatzes aus. Der Vorstand will diesen Anteil auf über 50 Prozent steigern, um die Profitabilität dauerhaft zu verbessern.
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Das Ziel: weniger Abhängigkeit vom schwankungsanfälligen Neugeschäft.
Cashflow und Embargo belasten
Der Auftragsbestand wuchs auf 6,68 Milliarden Euro — ein starkes Zeichen. Allerdings enttäuschte der Free Cashflow mit 67 Millionen Euro. Die Cash-Conversion-Rate lag bei 47 Prozent, weit unter dem Managementziel von über 80 Prozent.
Hinzu kommt ein geopolitisches Problem. Deutschlands Exportstopp für Rüstungsgüter nach Israel trifft Renk direkt: Das Unternehmen liefert Getriebesysteme für israelische Merkava- und Namer-Panzer. Das Embargo gefährdet schätzungsweise 80 bis 100 Millionen Euro Umsatz für 2026.
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Als Reaktion verlagert Renk die betroffene Produktionslinie in sein Werk im amerikanischen Muskegon, Michigan. Bis 2030 investiert das Unternehmen dort insgesamt 150 Millionen Dollar — aufgeteilt auf Sachanlagen und Forschung — und will bis zu 270 neue Stellen schaffen.
Investoren mit unterschiedlichen Signalen
Wellington Management hat jüngst die Meldeschwelle von fünf Prozent überschritten — ein klares Bekenntnis. Auf der anderen Seite haben Hedgefonds wie AQR Capital Management und Marshall Wace Leerverkaufspositionen von jeweils über einem Prozent aufgebaut.
Die DZ Bank hält an einem Kursziel von 65 Euro fest. J.P. Morgan ist optimistischer und sieht den fairen Wert bei 75 Euro — rund 32 Prozent über dem aktuellen Kurs.
Auf der Hauptversammlung am 10. Juni sollen die Aktionäre über eine vorgeschlagene Dividendenerhöhung auf 0,58 Euro je Aktie abstimmen. Parallel baut Renk den Hauptsitz in Augsburg aus: Die Jahresproduktion soll bis Ende 2026 auf rund 800 Einheiten steigen — vor dem Ukraine-Krieg waren es 200 bis 300.
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