Rekordauftragseingang im ersten Quartal, Jahresprognose bestätigt, Kurs springt über sechs Prozent nach oben — Renk liefert der Kapitalmarktkonferenz in München gute Argumente. Zwei strukturelle Probleme stehen dem Optimismus allerdings im Weg.
Starkes Quartal, robuste Nachfrage
Der Auftragseingang von Renk erreichte im ersten Quartal 2026 ein Rekordhoch. Über 90 Prozent des Jahresumsatzes sind durch den bestehenden Auftragsbestand bereits abgesichert. Land- und Marinebereich laufen stark. Operative Verzögerungen im Bereich Maschinen und Industrie stuft das Management als vorübergehend ein.
Die Jahresprognose bleibt unangetastet: Umsatz über 1,5 Milliarden Euro, bereinigtes operatives EBIT zwischen 255 und 285 Millionen Euro — eine Marge von 17 bis 18,4 Prozent. Parallel will Renk den Anteil margenstarker Wartungsleistungen von derzeit 36 Prozent auf über 50 Prozent steigern.
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Exportsperre und schwacher Cashflow
Das Exportverbot bestimmter Rüstungsgüter nach Israel durch die Bundesregierung gefährdet für 2026 geschätzte 80 bis 100 Millionen Euro Umsatz. Betroffen sind Getriebesysteme für israelische Panzerfahrzeuge. Als Reaktion verlagert Renk die betroffene Produktionslinie in sein Werk im amerikanischen Muskegon, Michigan — mit einer geplanten Investition von 150 Millionen Dollar bis 2030. Künftige Aufträge sollen über das US Foreign Military Sales-Programm laufen und damit außerhalb der deutschen Exportkontrolle abgewickelt werden.
Das zweite offene Thema ist der freie Cashflow aus 2025: 67 Millionen Euro, Cash Conversion Rate bei 47 Prozent — weit unter dem Management-Ziel von über 80 Prozent. Verzögerte Kundenzahlungen und gestiegener Kapitalbedarf waren die Hauptursachen. Ob 2026 eine Normalisierung gelingt, werden die offiziellen Q1-Zahlen am 6. Mai zeigen.
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Analysten mit unterschiedlichen Kurszielen
Das Analystenfeld ist breit gestreut. Jefferies-Analystin Chloe Lemarie sieht Landverteidigung als attraktivste Kategorie nach der jüngsten Kurskorrektur und hält ein Kursziel von 78 Euro. J.P. Morgan nennt 75 Euro, Goldman Sachs stuft mit „Neutral“ und einem Ziel von 70 Euro ein. Goldman-Analyst Sam Burgess bewertet das Risiko einer nennenswerten Reduzierung deutscher Aufrüstungsambitionen als sehr gering. Die DZ Bank bleibt mit einem Ziel von 65 Euro am konservativsten — in etwa auf dem aktuellen Kursniveau.
Auf der Hauptversammlung am 10. Juni sollen die Aktionäre über eine vorgeschlagene Dividendenerhöhung auf 0,58 Euro je Aktie abstimmen, ein Plus von 38 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
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