Vergleichsweise wenig bewegt zeigte sich die Aktie von Renk am vergangenen Freitag. Sie geht am Montag mit einem Kurs von 43,59 Euro in den neuen Handel. Unter dem Strich steht für das Unternehmen über die vergangene Woche allerdings immer noch ein Minus von 6,9 %.

Renk ist klar in diesem Rennen!

Die Aktie befindet sich klar im Abwärtstrend. Ein Rückstand von 15,2 % zum GD100 belegt die Distanz zu einer möglichen Trendwende. Zum GD200 beträgt der Abstand sogar 23,2 %. Die Aktie ist damit weiterhin in einer sehr schwachen Verfassung. Die Notierungen haben derzeit kaum Chancen auf einen kurzfristigen Wechsel in einen Aufwärtstrend.

Renk wird an der Börse derzeit mit rund 4,4 Milliarden Euro bewertet. Unter anderen Umständen könnte dies aus Sicht vieler Analysten durchaus eine günstige Einstiegsgelegenheit sein. Die durchschnittliche Kurszielschätzung liegt bei mehr als 67 Euro. Diesem Wert wird die Aktie derzeit allerdings in keiner Weise gerecht.

Renk lässt sich derzeit wohl vor allem aus zwei Gründen nur schwer nach oben bewegen. Zum einen bleibt die Stimmung für die Rüstungsbranche an den Aktienmärkten insgesamt schwach. Die Entwicklung der Renk-Aktie ähnelt dabei derjenigen von Rheinmetall.

Zum anderen könnte Renk darunter leiden, dass die NATO bei ihrem Treffen in Ankara andere Verteidigungssysteme stärker in den Vordergrund gerückt hat. Klassische Landsysteme wie Panzer scheinen derzeit etwas weniger im Fokus zu stehen. Für einen Getriebehersteller wie Renk ist dies keine besonders gute Nachricht. Entsprechend haben die Börsen hier auf die Bremse getreten.

Die Aktie bleibt sowohl charttechnisch als auch aus Sicht der technischen Analyse im Abwärtstrend. Entsprechend bestehen weiterhin erhebliche Bedenken. Auf der anderen Seite sei immer wieder daran erinnert, dass Analysten das Unternehmen deutlich positiver einschätzen. Sie gehen davon aus, dass die Aktie erhebliches Kurspotenzial besitzt.

Wichtig wird für Renk nun sein, überzeugende Geschäftszahlen vorzulegen. Dabei gilt es insbesondere zu beachten, dass das Unternehmen am 16. Juli einen sogenannten Pre-Close-Call zu den Halbjahreszahlen veröffentlichen wird. Dies könnte die Weichen für eine bessere Entwicklung stellen. So jedenfalls sehen es zahlreiche wirtschaftlich orientierte Beobachter.

Die Börsen haben ihre Richtung bislang allerdings noch nicht geändert. Der Trend zeigt, wie beschrieben, weiterhin nach unten.