Gestern konnte die Aktie von Renk ein neues Allzeithoch bei knapp über 60 Euro markieren. Allerdings konnte dieses Niveau nicht ganz gehalten werden. Denn der erste gescheiterte Urnengang bei der Wahl des Bundeskanzlers schockierte die Börse und ließ die Aktie von Renk ebenfalls deutlich sinken. Nachdem der zweite Wahlgang erfolgreich war, erholte sich das Papier und schloss bei 58,76 Euro. Die Aktie ist also auch durch die Politik geprägt. Das hat seinen Preis.

Beginnender Gegenwind durch Analysten

Mittlerweile mehren sich auch kritische Stimmen aus dem Analystenlager. So hat Hauck Aufhäuser Investment Banking die Aktie bereits am Montag das Rating von „Kaufen“ auf „Halten“ gesenkt und das Kursziel bei 55 Euro verortet. Auch die Deutsche Bank sieht das Potenzial bei rund 55 Euro und damit mit den aktuellen Notierungen bereits überschritten. Etwas zuversichtlicher zeigte sich lediglich das Analysehaus Jefferies, das den fairen Wert für Renk am Freitag von 44 auf 60 Euro angehoben und die Einstufung auf „Buy“ belassen hatte.

Aussichten brillant, aber die Bewertung sei zu hoch

Die Begründung für diese nun vorsichtigere Haltung resultiert bei den oben genannten Analysten-Häusern aus der mittlerweile recht hohen Bewertung. So wird das Kurs-Gewinn-Verhältnis für 2026 mit knapp 40 erwartet. Damit ist zumindest das kurz- und mittelfristige Potenzial der Aktie aus fundamentalen Gründen recht begrenzt. Um weitere Kurssteigerungen unter diesem Aspekt zu rechtfertigen, muss das Wachstum des Unternehmens extrem hoch ausfallen.

14. Mai: Quartalszahlen

Am 14. Mai wird Renk seine Zahlen für das erste Quartal 2025 vermelden. Das wird Klarheit bringen, ob die Analysten mit ihren Kurszielen richtig liegen oder die Aktie erneut durchstarten kann. Renk-Investoren sollten sich diesen Termin vormerken und das dann kommende Zahlenwerk genau analysieren. Besonders wichtig ist hierbei das Wachstum von Umsatz und Gewinn im Vergleich zum Vorjahr.