Die Aktie der Renk zählt zum Auftakt der Woche schon wieder zu den Verlierer. Über -3 % Kursverlust haben die Aktie in Bedrängnis gebracht. Schon zuvor sah es nicht gut aus. Die Notierungen lagen schon vor diesem Handelstag mit über -10,5 % im laufenden Jahr im Minus. Statistisch betrachtet also hat die Aktie ohnehin einen Abwärtstrend für sich zu verbuchen.
Gibt es neue Chancen?
Im Mittelpunkt der aktuellen Nachrichtenlage steht eine neue Einschätzung von Berenberg. Die Privatbank hat ihre Kaufempfehlung für die Aktie bestätigt und das Kursziel bei 72 Euro belassen. Ausgehend vom aktuellen Kursniveau ergibt sich damit ein theoretisches Aufwärtspotenzial von rund 50 %. Die Studie erscheint in einer Phase, in der die Aktie deutlich unter früheren Höchstständen notiert.
Noch höher liegt der Analystenkonsens. Die durchschnittliche Zielmarke von 14 Analysten beträgt aktuell 68,14 Euro. Gegenüber dem letzten Schlusskurs von 48,00 Euro entspricht dies einem Potenzial von 41,98 %.
Der Kontrast zwischen Börsenkurs und Gewinnerwartungen zeigt sich auch bei den Fundamentaldaten. Für 2026 erwarten Analysten einen Umsatz von 1,56 Milliarden Euro. Bereits ein Jahr später sollen die Erlöse auf 1,81 Milliarden Euro steigen. Beim Nettogewinn rechnen die Experten mit einem Anstieg von 143 Millionen auf 190 Millionen Euro.
Trotz dieser Erwartungen blieb die Kursentwicklung zuletzt verhalten. Im laufenden Monat verlor die Aktie 15,58 %. Das erklärt, weshalb die bevorstehenden Investorenveranstaltungen verstärkt Beachtung finden. Auf der Defence Conference der Deutschen Bank in London sowie bei einer weiteren Kapitalmarktveranstaltung in Baden-Baden wird das Management erläutern müssen, wie die hohen Auftragsbestände in tatsächliche Umsätze und Gewinne umgesetzt werden sollen.
Dabei kann das Unternehmen auf Kennzahlen verweisen. Der Auftragsbestand liegt nach den jüngsten Angaben bei 6,9 Milliarden Euro. Zudem erreichte der Auftragseingang im ersten Quartal rund 582 Millionen Euro.
Auch die Prognosesicherheit spielt eine Rolle. Für das laufende Geschäftsjahr gilt ein Großteil der erwarteten Erlöse bereits als abgesichert. Nach Unternehmensangaben sind mehr als 90 % des geplanten Umsatzes durch bestehende Verträge unterlegt. Diese hohe Vorausschaubarkeit gehört zu den wichtigsten Argumenten der Analysten für ihre positiven Kursziele. Deshalb sind Analysten wohl auch schon so zufrieden. Trotz allem.
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