Starke Technologie, schwacher Aktienkurs. Bei der Renk Group klaffen Fundamentaldaten und Börsenrealität derzeit weit auseinander. Während Anleger das Papier auf Talfahrt schicken, sehen Analysten eine massive Einstiegschance.
DZ Bank bestätigt Kaufempfehlung
Die DZ Bank hält an ihrer positiven Bewertung für den Getriebespezialisten fest. Analyst Holger Schmidt belässt die Einstufung auf „Kaufen“. Den fairen Wert senkt er lediglich minimal auf 64 Euro. Damit signalisiert er ein massives Aufwärtspotenzial. Der aktuelle Kurs notiert schließlich bei nur 42,48 Euro.
Schmidt lobt besonders die Technologie des Augsburger Unternehmens. Auf der Rüstungsmesse Eurosatory überzeugte Renk mit neuen Konzepten. Im Fokus standen dabei autonome Kettenfahrzeuge und neue Getriebe für Radpanzer. Die DZ Bank sieht den gesamten Sektor im Aufwind. Neben Renk gelten auch Rheinmetall und Hensoldt als Kaufkandidaten. Renk besetzt dabei die lukrative Nische für Antriebstechnik.
Aktie im Abwärtssog
An der Börse dominiert aktuell die Skepsis. Allein auf Monatssicht verlor das Papier fast ein Viertel seines Wertes. Erst am 25. Juni markierte der Kurs ein neues Jahrestief bei 40,41 Euro. Auch der wichtige 50-Tage-Durchschnitt bei 49,58 Euro ist mittlerweile nach unten durchbrochen.
Ein Blick auf den Relative-Stärke-Index zeigt einen Wert von 36,4. Das Papier nähert sich damit langsam dem überverkauften Bereich. Die schwache Wirtschaft in Deutschland berührt das staatlich getriebene Verteidigungsgeschäft ohnehin kaum.
Für eine nachhaltige Trendwende fordert der Markt nun handfeste Beweise. Das Management muss die vorgestellten technologischen Konzepte zeitnah in konkrete Großaufträge umwandeln. Gelingt dies, bietet das aktuelle Kursniveau eine solide Ausgangsbasis für den nächsten Aufwärtszyklus.
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