Wieder deutlich schwächer agiert derzeit die Aktie der Renk. Fast -8 % verlor der Titel nun über die vergangene Woche, davon allein am Freitag rund-2,6 %. Die Notierungen sind und bleiben damit auch für die Chartanalysten bei Kursen von weniger als 50 Euro ein Kandidat für den Abwärtstrend. Technische Analysten sehen dies ähnlich. Sowohl die 100- wie auch die 200-Tage-Linie sind sehr klar unterkreuzt. Die Aktie ist viel zu schwach. Dabei waren jüngst die vorgetragenen Quartalszahlen sogar recht gut.
Renk ist wirtschaftlich stärker als dies am Markt derzeit wahrgenommen wird
Das zweite Quartal 2026 hat bei Renk eine auffällige Lücke zwischen Umsatz und Ergebnis offengelegt. Während die Erlöse leicht stiegen, halbierte sich der Gewinn je Aktie gegenüber dem Vorjahresquartal. Die Zahlen vom 6. August lieferten damit nach der vorherigen Kursrallye ein gemischtes Bild.
Das Ergebnis je Aktie sank von 0,30 Euro auf 0,15 Euro. Der Quartalsumsatz erhöhte sich gleichzeitig um 1,74 % auf 353,59 Millionen Euro. Der Auftragsboom schlägt sich damit kurzfristig noch nicht in allen Ergebniskennzahlen nieder. Und dennoch:
Im Kerngeschäft fiel die Entwicklung deutlich kräftiger aus. Vehicle Mobility Solutions erreichte im ersten Halbjahr einen Auftragseingang von 1,2 Milliarden Euro, was einem Anstieg von 29,7 % entspricht. Der Segmentumsatz belief sich auf 418,6 Millionen Euro, das bereinigte EBIT auf 80,3 Millionen Euro. Besonders die Nachfrage nach militärischen Antriebssystemen sorgt hier für hohe Neubestellungen.
Zudem meldete Renk zusätzlich erste Serienaufträge für die Antriebssysteme des neuen gepanzerten Kettenfahrzeugs Patria TRACKX. Der Übergang von der Entwicklungs- in die Serienphase erweitert die konkrete Auftragsbasis des Segments. Mit dem Auftragseingang von 1,2 Milliarden Euro erhält diese neue Bestellung einen anderen Kontext als die kurzfristig schwächere Entwicklung beim Ergebnis je Aktie.
Auch die Jahresprognose blieb nach den Quartalszahlen unverändert. Beim bereinigten EBIT rechnet Renk für 2026 weiterhin mit dem oberen Ende der Zielspanne von 255 bis 285 Millionen Euro. Das Management hält damit trotz des auf 0,15 Euro halbierten Quartalsergebnisses je Aktie an den Erwartungen für das Gesamtjahr fest. Analysten sehen daher im Mittel noch immer Kursziele von über 66 Euro!
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