Ein deutsches Rüstungsembargo zwingt die Renk Group zum Handeln. Weil Lieferungen nach Israel blockiert sind, verlagert der Antriebsspezialist Teile seiner Produktion in die USA. Die Expansion in Michigan wird damit zum zentralen strategischen Pfeiler. Das Ziel: mehr Unabhängigkeit und neues Wachstum.
Am Aktienmarkt reagieren Investoren aktuell verhalten. Der Kurs gab am Dienstag leicht auf 53,46 Euro nach. Damit notiert das Papier weit unter dem Rekordhoch bei knapp 89 Euro aus dem vergangenen Oktober. Analysten sehen indes Potenzial. Die Deutsche Bank hob das Kursziel kürzlich auf 73 Euro an. Analyst Christophe Menard rechnet mit einem starken Auftragseingang im ersten Quartal.
Produktion wandert nach Michigan
Der Kern der US-Strategie löst ein akutes Problem. Das Rüstungsembargo der Bundesregierung gegen Israel stoppt Renks Getriebelieferungen für Merkava- und Namer-Panzer. Für das laufende Jahr stehen dadurch bis zu 100 Millionen Euro Umsatz auf dem Spiel. Als Reaktion zieht die betroffene Produktionslinie nach Muskegon im US-Bundesstaat Michigan um.
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Der Konzern fasst dort einen weiten Rahmen. Bis 2030 fließen insgesamt 150 Millionen US-Dollar in neue Anlagen sowie Forschung und Entwicklung. Neben dem organischen Ausbau prüft CEO Alexander Sagel aktiv weitere Übernahmen in der Region.
Investitionen im Heimatmarkt
Parallel zur US-Offensive investiert das Unternehmen stark in den Heimatmarkt. Bis 2028 fließen 325 Millionen Euro in deutsche Standorte. Renk will die jährliche Fertigung von Getrieben drastisch erhöhen. Bis Jahresende soll die Kapazität auf rund 800 Einheiten steigen.
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Die Basis für diese Pläne bilden solide Geschäftszahlen. Im vergangenen Jahr kletterte der Konzernumsatz um knapp 20 Prozent auf 1,37 Milliarden Euro. Das bereinigte operative Ergebnis stieg auf 230 Millionen Euro.
Aktionäre sollen an diesem Wachstum teilhaben. Der Vorstand schlägt für das abgelaufene Jahr eine Dividende von 0,58 Euro je Aktie vor. Auf der Hauptversammlung im Juni steht dieser Punkt zur Abstimmung.
Für das laufende Jahr hält das Management Kurs. Renk peilt einen Umsatz von über 1,5 Milliarden Euro an. Mehr als 90 Prozent dieses Ziels sind bereits durch den Auftragsbestand gesichert. Im Mai präsentieren die Augsburger ihre Zahlen für das erste Quartal. Dann wird sichtbar, wie gut das US-Geschäft die Lücken aus dem Israel-Embargo bereits füllt.
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