Für die Aktie des Augsburger Getriebespezialisten Renk geht es satt voran. Immerhin rund 4,8 % sind es nun am Montag. Die Aktie kommt auf ein neues (kurzfristiges) Zwischenhoch von 47,24 Euro. Das ist ein gutes Signal im laufenden Abwärtstrend. Damit notiert das Papier nur noch knapp unter einer wichtigen charttechnischen Hürde. Im Mittelpunkt steht die 50-Tage-Linie bei 47,02 Euro, an der sich heute noch entscheiden dürfte, ob die jüngste Aufwärtsbewegung in eine nachhaltige Trendwende mündet oder die Bodenbildung weiter anhält.
Renk: Der Kampf ist da!
Ein Ausbruch über die Marke könnte den Weg in Richtung der 100-Tage-Linie freimachen und das technische Bild deutlich verbessern. Gelingt dies dagegen nicht, droht die jüngste Erholung als bloße Zwischenerholung zu enden. Ein Rückfall in Richtung der Jahrestiefs wäre dann ebenso möglich. Auf Jahressicht liegt die Aktie trotz der Erholung noch immer gut 11 % im Minus.
Auch die technischen Indikatoren liefern derzeit kein klares Signal. Der Relative-Stärke-Index (RSI) notiert mit 49,6 nahezu exakt im neutralen Bereich und spricht weder für einen Vorteil der Käufer noch der Verkäufer. Gleichzeitig verdeutlicht eine 30-Tage-Volatilität von rund 48 %, wie nervös der gesamte Rüstungssektor weiterhin ist. Die Kursentwicklung von Renk orientiert sich dabei häufig an den Bewegungen anderer Branchenwerte wie Rheinmetall oder Hensoldt.
Gerade diese Ausgangslage erhöht jetzt die Spannung am Markt. Denn auch die Rheinmetall legt heute schon zu. Auf der anderen Seite ist der Markt noch immer nicht trittsicher.
Denn zusätzliche Unsicherheit entsteht durch das sicherheitspolitische Umfeld. Das Bundesamt für Verfassungsschutz hat Verteidigungsunternehmen zu erhöhter Wachsamkeit aufgerufen. Operativ ist Renk davon zwar nicht unmittelbar betroffen, die Warnung verdeutlicht jedoch die angespannte Lage innerhalb der Branche. Neben neutralen technischen Indikatoren und der hohen Volatilität bleibt damit auch das Umfeld ein Faktor, der die Stimmung gegenüber Rüstungswerten beeinflusst. Heute geht es aufwärts, und Analysten sehen ohnehin hohe Kursziele.
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