Renk rutscht zum Wochenschluss weiter in Richtung 40 Euro. Am Freitag verliert der Titel 1,3 % auf 41,78 Euro. Zum 200-Tage-Durchschnitt fehlen inzwischen rund 19 %. Analysten bleiben mit ihren Kurszielen deutlich darüber: Im Mittel sehen sie Renk bei etwa 66 Euro, knapp 58 % über dem aktuellen Niveau. Das ist aktuell aber nur noch Wunschtraum. Es gibt keine richtige Indikation dafür, dass die Börsen sich einfach umentscheiden. Die haben viel zu sehr Angst vor den hohen Zinsen und den ggf. fehlenden Möglichkeiten der Staaten, zuu investieren.

Das zeigt deutlich abwärts

Charttechnisch kommt der Bereich knapp oberhalb von 40 Euro nun wieder ins Spiel. Zwischen 40,50 und 44,00 Euro liegt eine wichtige Haltezone. Gelingt eine Erholung aus diesem Bereich, wartet bei etwa 52 Euro die nächste größere Hürde. Von 41,78 Euro aus entspricht das einem Anstieg von gut 24 %. Unterhalb der bisherigen Haltezone findet sich zwischen 32,10 und 33,60 Euro der nächste Unterstützungsbereich. Auch andere europäische Rüstungswerte wie Rheinmetall und Hensoldt standen zuletzt unter Verkaufsdruck. Renk hat darüber hinaus über einen längeren Zeitraum deutlich an Boden verloren und bewegt sich weiterhin im bestehenden Abwärtskanal. Dabei müssen die Vorzeichen gar nicht so schlecht sein.

Im zweiten Quartal erzielte der Augsburger Getriebespezialist einen Umsatz von mehr als 353 Millionen Euro. Der Gewinn je Aktie sank auf 0,15 Euro. An der Jahresprognose hält der Vorstand fest: Für 2026 werden mehr als 1,5 Milliarden Euro Umsatz und ein bereinigtes EBIT zwischen 255 und 285 Millionen Euro erwartet. Bei der Ausschüttung ist eine Erhöhung vorgesehen. Die Dividende soll auf 0,72 Euro je Aktie steigen. Auf Basis des Freitagkurses von 41,78 Euro entspräche das einer Dividendenrendite von rund 1,7 %.

Auch am Heimatstandort Augsburg wird Renk sichtbarer. Das Unternehmen tritt als Sponsor der Augsburger Panther auf und baut damit sein Engagement in der Region aus. Die Börsen interessiert aber genau das nicht.