Fidelity Advisor Series VIII sichert sich Zugriff auf den Antriebsspezialisten Renk. Der Vermögensverwalter meldet direkte Stimmrechte von 2,66 Prozent. Parallel dazu hält der Investor Finanzinstrumente im Umfang von 0,57 Prozent.

Rekordaufträge stützen Prognose

Das operative Geschäft des Rüstungszulieferers läuft auf Hochtouren. Im ersten Quartal 2026 kletterte der Auftragsbestand auf einen historischen Höchststand. Satte 6,9 Milliarden Euro stehen in den Büchern. Kein Wunder. Renk profitiert massiv von der globalen Aufrüstung.

Für das laufende Jahr bestätigt das Management seine Ziele. Der Umsatz soll die Marke von 1,5 Milliarden Euro übertreffen. Das bereinigte operative Ergebnis erwartet der Vorstand zwischen 255 und 285 Millionen Euro.

Messeauftritt und Produktionsjubiläum

Nächste Woche präsentiert sich Renk auf der Rüstungsmesse Eurosatory in Paris. Vom 15. bis 19. Juni zeigt das Unternehmen neue Konzepte für militärische Bodenfahrzeuge. Im Fokus steht die hauseigene Technologie-Agenda für zukünftige Mobilität.

Zeitgleich feiert das Werk in Augsburg einen wichtigen Meilenstein. Die Mitarbeiter montieren in diesem Monat das 4.000ste Exemplar des HSWL-Getriebes. Dieses Bauteil treibt unter anderem den Kampfpanzer Leopard 2 an.

Aktie sucht den Boden

An der Börse spiegelt sich die operative Stärke aktuell kaum wider. Am Mittwoch schloss das Papier bei 50,32 Euro. Seit Jahresbeginn verbuchen Aktionäre ein Minus von knapp neun Prozent. Auf Jahressicht verlor der Titel sogar rund 30 Prozent an Wert.

Die charttechnische Lage bleibt angespannt. Der Kurs notiert gut 14 Prozent unter der wichtigen 200-Tage-Linie. Diese verläuft aktuell bei 58,58 Euro. Immerhin hat sich die Aktie seit ihrem Tiefststand Mitte Mai etwas erholt.

Der Messeauftritt in Paris könnte nun neue Impulse liefern. Zeigt Renk auf der Eurosatory überzeugende Innovationen, winken frische Aufträge. Fällt der Kurs jedoch wieder unter die Marke von 50 Euro, droht ein Test des jüngsten Jahrestiefs.