RENK beendete die Woche mit einem weiteren Rückschlag. Am Freitag wurden 43,40 Euro festgestellt, ein Minus von 1,01 %. In fünf Handelstagen summiert sich der Verlust auf gut 9 %, im Monatsvergleich auf mehr als 12 %. Damit steht der Kurs deutlich tiefer als noch im Frühjahr. Für den Augsburger Getriebespezialisten fällt die Schwächephase in eine Zeit, in der die operative Entwicklung und die Börsenbewertung weit auseinandergezogen werden.
RENK: Ist das schon kritisch?
Das Institut mwb research hat die Aktie von Halten auf Kaufen hochgestuft und 48 Euro als Kursziel genannt. Die Begründung stützt sich vor allem auf die erwartete Gewinnentwicklung. Für 2026 werden 1,84 Euro Ergebnis je Aktie angesetzt, für 2027 2,15 Euro und für 2028 2,58 Euro. Auf Basis der Schätzung für 2027 ergibt sich ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa 20. Bis 2030 soll diese Kennzahl nach den Annahmen auf ungefähr 11 sinken.
Der jüngste Kursrückgang hat damit einen Teil der hohen Bewertung abgebaut, die RENK nach dem Börsengang und dem anschließenden Rüstungsboom begleitet hatte. Innerhalb von sechs Monaten verlor das Papier rund 27 %, auf Jahressicht sind es knapp 35 %. Die Bewegung betrifft nicht RENK allein: Auch Rheinmetall, Hensoldt und TKMS standen zuletzt unter Verkaufsdruck. Der gemeinsame Sektorhintergrund erklärt allerdings nicht die komplette Entwicklung der einzelnen Titel.
Bei RENK richtet sich der Blick deshalb stärker auf die Ergebnisbasis, die kürzlich bekannt gegeben worden war. Steigt das Ergebnis je Aktie von 1,84 Euro 2026 tatsächlich auf 2,58 Euro 2028, entspräche das innerhalb von zwei Jahren einem Zuwachs von rund 40 %. Diese Größenordnung steht einer Aktie gegenüber, die seit Monaten deutlich nachgegeben hat. Der Börsenwert liegt beim aktuellen Kurs bei gut 4,3 Milliarden Euro. Die Kombination aus fallendem Kurs und steigenden Gewinnschätzungen hat das Bewertungsbild damit bereits spürbar verändert. Die Analysten sind hier zuversichtlich. Die Kursziele liegen im Mittel bei rund 68 Euro!
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