Renk-Aktie: Hier irrt der Markt komplett!

Renk bestätigt Jahresprognose bei hoher Auftragsdeckung, leidet aber unter Exportrisiken und schwachem Cashflow.

Renk Aktie - Beitragsbild
Kurz & knapp:
  • Jahresprognose mit über 1,5 Milliarden Euro bestätigt
  • Auftragsdeckung von über 90 Prozent erreicht
  • Produktion in Augsburg wird deutlich hochgefahren
  • Exportbeschränkungen gefährden Umsatz in Millionenhöhe

Volle Auftragsbücher, steigende Produktionskapazitäten und trotzdem operative Fragezeichen: Genau diese Aussichten und Parameter beschäftigen Anleger bei Renk derzeit besonders stark. Am Freitag senkten sie den Daumen. Die Aktie kam während der Schwäche aller Rüstungsaktien mit mehr als -2 % unter die Räder. Nur noch gut 54 Euro kostet die Aktie jetzt. Dennoch ist sie in einem recht schwachen Seitwärtstrend. Immerhin:

Das Unternehmen bestätigte auf der Münchner Kapitalmarktkonferenz, die am Mittwoch und Donnerstag stattfand, seine Jahresprognose und rechnet weiterhin mit Erlösen von mehr als 1,5 Milliarden Euro. Das bereinigte operative EBIT soll zwischen 255 und 285 Millionen Euro liegen, was einer Marge von 17 bis 18,4 % entspricht.

Mehr als 90 % des geplanten Jahresumsatzes sind laut Management bereits durch bestehende Aufträge abgesichert. Gleichzeitig fährt Renk die Produktion in Augsburg deutlich hoch. Bis Ende des Jahres sollen dort rund 800 Einheiten gefertigt werden. Dies ist ein Vielfaches des Produktionsniveaus vor Beginn des Ukraine-Kriegs.

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Renk: Die sollen wachsen!

Ein weiterer Wachstumstreiber bleibt das margenstarke Servicegeschäft. Der Anteil von Aftersales-Dienstleistungen soll mittelfristig von derzeit 36 % auf über 50 % steigen. Das würde die Ergebnisqualität deutlich verbessern.

Während diese langfristigen Perspektiven überzeugen, bleiben kurzfristige Risiken bestehen. Deshalb sind Aussetzer wie am Freitag nicht eben zufällig.

Ein zentrales Problem sind die deutschen Exportbeschränkungen gegenüber Israel. Dadurch könnten 2026 Umsätze zwischen 80 und 100 Millionen Euro gefährdet sein.

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Renk reagiert mit einer Produktionsverlagerung in die USA. Bis 2030 sollen rund 150 Millionen US-Dollar in das Werk in Michigan investiert werden, um zukünftige Aufträge unabhängiger von deutschen Exportgenehmigungen abwickeln zu können.

Zusätzlich bleibt der Cashflow ein sensibles Thema. Der freie Cashflow lag zuletzt nur bei 67 Millionen Euro. Die Cash-Conversion-Rate erreichte lediglich 47 % und blieb damit deutlich unter dem internen Zielwert von über 80 %.

Hinzu kommen verschobene Erlöse von rund 200 Millionen Euro aus dem Vorjahr. Am 6. Mai muss das Unternehmen mit seinen Quartalszahlen zeigen, ob diese offenen Punkte aufgearbeitet werden.

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