Am Ende des Tages kam es vor dem Wochenende für die Renk-Aktie zu einem Abschlag von 0,7 %. Das Papier verabschiedete sich bei 45,04 Euro aus dem Handel. Dies war zum einen keine schlechte Entwicklung, zum anderen bleibt es dabei, dass die meisten Investoren noch immer enttäuscht über den Verlauf dieser Aktie sein werden. Denn die Rüstungsindustrie hat sich insgesamt als schwach präsentiert, und Renk ist quasi ein mustergültiger Vertreter.

Renk: Die Vorzeichen sind hier eindeutig

Damit befindet sich die Aktie weiterhin klar in einem technischen Abwärtstrend. Der Abstand zur 100-Tage-Linie beträgt 17,6 %, zur 200-Tage-Linie 17,6 %. Der sogenannte Trendstärkeindikator RSI 120 liegt derzeit bei 0,87. Erst bei einem Wert von 1 würde sich ein neutraler beziehungsweise seitwärts gerichteter Trend ergeben. Insofern bleibt die Aktie aus technischer Sicht weiterhin klar im Abwärtstrend.

Dafür gibt es aus Sicht der Börsen einen nachvollziehbaren Grund. Die Märkte bewerten Renk bereits seit Längerem zurückhaltend. Das Unternehmen konnte in den vergangenen Tagen und Wochen nur wenige Impulse liefern, die zu einer nachhaltigen Kurswende geführt hätten.

Selbst der sogenannte Pre-Call im Vorfeld der Quartalszahlen, die am 6. August veröffentlicht werden, konnte daran nichts ändern. Dabei vermittelte das Unternehmen durchaus eine solide Ausgangslage für das zweite Quartal. An der Börse reichte dies jedoch bislang nicht aus, um den Kurs nachhaltig zu stützen.

Deutlich optimistischer bleiben die Analysten. Das durchschnittliche Kursziel liegt weiterhin bei mehr als 67 Euro. Der aktuelle Börsenkurs spiegelt diese Einschätzung bislang nicht wider.

Chartanalysten sehen zudem die Marke von 50 Euro als entscheidend an. Erst ein Anstieg über dieses Niveau würde aus ihrer Sicht einen belastbaren Trendwechsel einleiten.