Immer noch schwach zeigt sich die Renk. Mehr als 3 % Verlust kamen am Montagabend dazu. Die Aktie findet sich auch am Dienstag in der Range zwischen 46 und 47 Euro in extrem schwachem Zustand. Die formalen Kriterien für einen Abwärtstrend sind nun erfüllt.

Renk: Die guten Nachrichten sind aber da

Dennoch gibt es auch für diesen Rüstungsbetrieb viel Stoff, an dem sich die Börsen orientieren könnten. Bsp.:

Die Spekulation über eine mögliche Übernahme gehört derzeit zu den spannendsten Themen bei Renk. JPMorgan hält den Konzern aufgrund seiner strategischen Bedeutung für einen attraktiven Kandidaten einer möglichen Branchenkonsolidierung und bestätigt ein Kursziel von 75 Euro. Doch Anleger sollten dabei einen entscheidenden Punkt nicht übersehen: Bislang gibt es keinen Käufer, kein Angebot und keine bestätigten Gespräche. Die Übernahmefantasie ist reine Spekulation.

Die fundamentale Ausgangslage liefert allerdings Argumente dafür, warum Renk überhaupt als attraktiv gilt. Im ersten Halbjahr stieg der Auftragseingang um rund 30 % auf knapp 1,2 Milliarden Euro. Mit mehr als 600 Millionen Euro wurde im zweiten Quartal ein historischer Bestwert erreicht. Die Book-to-Bill-Ratio lag bei 1,9 und der gesamte Auftragsbestand erreichte mit 7,4 Milliarden Euro ein neues Rekordniveau.

Wirtschaftlich verbessert sich vor allem die Profitabilität. Der Umsatz stieg im ersten Halbjahr um 2,7 % auf 637,2 Millionen Euro, während das bereinigte EBIT um mehr als 10 % auf 98,2 Millionen Euro zulegte. Die EBIT-Marge verbesserte sich dadurch auf 15,4 %. Gleichzeitig bestätigte das Management seine Jahresprognose mit mehr als 1,5 Milliarden Euro Umsatz und einem bereinigten EBIT zwischen 255 und 285 Millionen Euro.

Die eigentliche Bewährungsprobe bleibt damit operativ. Ein hoher Auftragsbestand ist ein starkes Fundament, garantiert aber noch kein entsprechendes Umsatzwachstum. Renk muss nun zeigen, dass die 7,4 Milliarden Euro in den Büchern auch mit steigenden Erlösen und dauerhaft hoher Profitabilität abgearbeitet werden können.