Mit einem (je nach Börse) minimalen Plus von 1,19 % auf 50,58 Euro setzte Renk zum Wochenstart zwar ein kleines Erholungssignal, für einen grundlegenden Stimmungswechsel reicht diese Bewegung bislang jedoch nicht aus. Nach der starken Rally im Verteidigungssektor fließt ein Teil des Kapitals derzeit verstärkt in große Technologieunternehmen. Diese Branchenrotation erklärt, weshalb die Aktie trotz robuster Unternehmensnachrichten bislang keinen nachhaltigen Ausbruch geschafft hat.
Renk: Die Stimmung ist noch immer nicht golden
Wirtschaftlich betrachtet verfolgt der Getriebe- und Antriebsspezialist seinen Wachstumskurs dagegen konsequent weiter. Ein wichtiger Baustein ist die geplante Übernahme von David Brown Defence, die im vierten Quartal 2026 abgeschlossen werden soll. Mit dem Zukauf erweitert Renk den Zugang zu internationalen Marineprogrammen wie dem Global Combat Ship und stärkt zugleich seine Position außerhalb des bisherigen Kerngeschäfts.
Darüber hinaus sorgen mehrere Verteidigungsprogramme für zusätzliche Dynamik. Dazu zählen die Ausweitung des Rahmenvertrags für den KF41 Lynx gemeinsam mit Rheinmetall, Folgeaufträge der US-Armee für das HMPT-800-Getriebe sowie erste Serienaufträge für das Patria-TRACKX-Programm. Diese Projekte unterstreichen die wachsende internationale Präsenz und schaffen weiteres Potenzial für die kommenden Jahre.
Auch das Zahlenwerk vom vergangenen Donnerstag bestätigt die positive Entwicklung. Der Auftragseingang erhöhte sich im ersten Halbjahr um 29,7 % auf knapp 1,2 Milliarden Euro, wodurch der Auftragsbestand auf den Rekordwert von 7,4 Milliarden Euro anwuchs. Gleichzeitig verbesserte sich das bereinigte EBIT auf 98,2 Millionen Euro, während die EBIT-Marge von 14,4 % auf 15,4 % stieg. Bemerkenswert ist dabei vor allem, dass die Ertragskraft deutlich schneller zunimmt als der Umsatz, der um 2,7 % auf 637,2 Millionen Euro kletterte.
An seiner Jahresprognose hält das Management unverändert fest und erwartet weiterhin einen Umsatz von mehr als 1,5 Milliarden Euro sowie ein bereinigtes EBIT zwischen 255 und 285 Millionen Euro. Analysten sehen deshalb noch immer mögliche Kursziele jenseits der Marke von 66,50 Euro als Perspektive!
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