Einen ordentlichen Gewinn verbuchte am Tagesende vom Donnerstag die Aktie der Renk. Gut 5,3 % Plus führten den Titel auf einen Endstand in Höhe von 51,09 Euro. Die Aktie hat damit auch ein charttechnisches Ausrufezeichen gesetzt. Sie verläuft noch immer in einem dezenteren Modus, nun aber mit Chance darauf, nach dem GD100 (jetzt um 4,8 % überwunden) auch die 200-Tage-Linie anzugreifen. Die ist derzeit -3,7 % entfernt.

Grund waren die Zahlen vom Donnerstag: Renk hat im ersten Halbjahr seine operative Entwicklung weiter verbessert und dabei insbesondere von einer anhaltend hohen Nachfrage nach militärischer Antriebstechnik profitiert. Das bereinigte EBIT stieg um 10,1 % auf 98,2 Millionen Euro. Gleichzeitig erhöhte sich die bereinigte EBIT-Marge auf 15,4 %. Ausschlaggebend dafür waren Skaleneffekte sowie Effizienzgewinne aus dem neuen modularen Produktionskonzept. Der Umsatz legte im selben Zeitraum um 2,7 % auf 637,2 Millionen Euro zu.

Die Börsen waren mit den Zahlen sehr zufrieden!

Den größten Beitrag zum Wachstum lieferte erneut die Sparte Vehicle Mobility Solutions. Mit einem Umsatzplus von 7,6 % auf 418,6 Millionen Euro glich sie die schwächere Entwicklung der Bereiche Marine & Industry sowie Slide Bearings aus. Der Nettogewinn erreichte 29,8 Millionen Euro und blieb lediglich aufgrund einer normalisierten Steuerquote leicht unter dem Vorjahreswert. Gleichzeitig verbesserte sich das Ergebnis vor Steuern um 54 % und unterstrich die insgesamt robuste operative Entwicklung.

Besonders stark entwickelte sich der Auftragseingang. Er stieg im ersten Halbjahr um 29,7 % auf rund 1,2 Milliarden Euro und erreichte damit bereits nach sechs Monaten nahezu das Niveau, das im Vorjahr erst nach neun Monaten erzielt worden war. Der Auftragsbestand wuchs gleichzeitig auf den Rekordwert von 7,4 Milliarden Euro und sichert dem Unternehmen eine hohe Auslastung über mehrere Jahre hinweg.

Zusätzliche Impulse erwartet Renk aus dem deutschen Verteidigungsprogramm Arminius. Als führender Anbieter militärischer Getriebetechnik gilt das Unternehmen als aussichtsreicher Lieferant für Antriebssysteme landgestützter Militärfahrzeuge. Offenbar dazu verläuft auch die geplante Übernahme von David Brown Defence nach Angaben des Vorstands planmäßig und soll die internationale Marktposition weiter stärken. Analysten erwarten denn auch in ihren Kurszielen sehr stark steigende Kurse.