Weiterhin unter Druck steht die Aktie der RENK. Gestern verlor sie erneut rund -2,2 % und kam auf einen Kurs in Höhe von nur noch 42,91 Euro. Enttäuschend, denn allein die Jefferies hat sich noch einmal deutlich zur Aktie positioniert und das Kursziel bestätigt: 60 Euro sind es nunmehr (nach einer vormaligen Korrektur von 70 Euro auf 60 Euro). Immerhin, das Rating lautet zudem „buy“. Das alles nutzt nichts: Die Aktie bleibt klar im Abwärtstrend.

Alle wichtigen technischen Indikatoren sind deutlich unterschritten. Die Aktie schafft es derzeit nicht einmal, sich der aus charttechnischer Sicht wichtigen Marke von 50 Euro anzunähern.

RENK: Die Märkte sehen das nicht

Allerdings präsentiert sich das operative Geschäft von RENK deutlich robuster, als es die Kursentwicklung an den Märkten vermuten lässt. Das Unternehmen verfügt über mehrere Großaufträge, einen Rekordauftragsbestand sowie weitere Expansionspläne. All dies spricht für eine stabile wirtschaftliche Entwicklung und würde unter normalen Umständen auch eine stärkere Kursentwicklung der Aktie erwarten lassen.

Derzeit gibt es beispielsweise einen neuen Rahmenvertrag mit Rheinmetall. RENK wird hydraulische Schalt-, Wende- und Lenkgetriebe des Typs HSWL 256C liefern. Hinzu kommen passende Seitenvorgelege für den Schützenpanzer KF41 Lynx. Das Auftragsvolumen dieses Geschäfts zwischen den beiden Unternehmen beläuft sich auf gut 72 Millionen Euro. Zunächst ist Ungarn als Kunde vorgesehen, später könnten weitere europäische Streitkräfte folgen.

Darüber hinaus treibt RENK die geplante Übernahme von David Brown Defense weiter voran. Nach den erforderlichen Genehmigungen soll die Transaktion im vierten Quartal 2026 abgeschlossen werden.

Insgesamt ergibt sich damit operativ ein deutlich freundlicheres Bild, als es der Kursverlauf derzeit widerspiegelt. Analysten sind ohnehin mehrheitlich der Meinung, dass die Aktie erhebliches Potenzial besitzt. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei mehr als 67 Euro.