Zwei Tage vor den Quartalszahlen meldet Renk einen strategischen Erfolg. Der Augsburger Antriebsspezialist liefert künftig Komponenten für unbemannte Überwasserschiffe eines NATO-Staates. An der Börse notiert die Aktie aktuell bei 54,75 Euro. Damit liegt das Papier deutlich unter dem Rekordhoch vom vergangenen Herbst. Ein hoher RSI-Wert von 86 signalisiert kurzfristig jedoch eine überkaufte Situation.
Schwacher Umsatz, volle Auftragsbücher
Am 6. Mai präsentiert das Management die Ergebnisse für das erste Quartal. Beobachter erwarten ein gespaltenes Bild. Der Umsatz dürfte mit geschätzten 280 Millionen Euro unter den Erwartungen bleiben. US-Strafzölle belasten das Geschäft mit Gleitlagern. Parallel dazu bremsen Logistikprobleme die Bereiche Marine und Industrie aus.
Ganz anders sieht es beim Auftragseingang aus. Hier rechnen Analysten mit einem Rekordwert von rund 585 Millionen Euro. Dieser Wert übertrifft die unternehmenseigene Zielspanne deutlich. Das Jahresziel von zwei Milliarden Euro an neuen Aufträgen gilt als gut erreichbar. Die fundamentale Wachstumsgeschichte bleibt intakt.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Renk?
Flucht vor dem Exportembargo
Ein politisches Risiko dämpft die Stimmung. Das deutsche Exportembargo für Rüstungsgüter nach Israel trifft Renk direkt. Der Konzern liefert Getriebe für israelische Panzer. Hier stehen jährlich bis zu 100 Millionen Euro Umsatz auf dem Spiel.
Die Antwort aus Augsburg: Renk verlagert die betroffene Produktion in die USA. Das Unternehmen investiert rund 150 Millionen Dollar in sein Werk in Muskegon. Künftige Aufträge laufen dann über amerikanische Militärprogramme. Damit umgeht der Konzern die deutschen Exportkontrollen. Bis Ende 2026 soll die Jahreskapazität auf 800 Einheiten steigen.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Renk?
Analysten raten zum Einstieg
Großbanken werten den jüngsten Kursrückgang als Chance. JPMorgan belässt die Einstufung auf „Overweight“ mit einem Kursziel von 75 Euro. Analyst David Perry hält die Sorgen um einen Waffenstillstand in der Ukraine für übertrieben. Die Deutsche Bank sieht das Ziel bei 73 Euro und verweist auf den starken Auftragseingang.
Am Mittwoch müssen die neuen Quartalszahlen diese Zuversicht bestätigen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Cash-Conversion-Rate. Diese Kennzahl lag zuletzt weit unter dem eigenen Zielwert. Das Management muss hier eine klare operative Verbesserung vorweisen, um den Aktienkurs nachhaltig zu stützen.
Renk-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Renk-Analyse vom 4. Mai liefert die Antwort:
Die neusten Renk-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Renk-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 4. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Renk: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


