Weiter schwach zeigt sich das Papier der Renk Group. Die Aktie verlor gestern zeitweise über 4 % und fiel wieder unter die Marke von 44 Euro. Rund 43,82 Euro stehen auf den Kurstafeln.
Die Renk-Aktie hat damit in den zurückliegenden Handelstagen der laufenden Woche erneut deutlich verloren. Das Minus der vergangenen fünf Handelstage, einschließlich des Freitags der Vorwoche, beläuft sich inzwischen auf rund 7,2 %.
Renk ist derzeit kaum zu halten
Nach dem jüngsten Ausbruchsversuch in Richtung 50 Euro oder sogar leicht darüber ist die Aktie damit wieder kräftig zurückgefallen. Kurse von rund 43,86 Euro, wie sie an einzelnen Börsenplätzen gemessen wurden, gelten aus charttechnischer Sicht als klares Signal für einen anhaltenden Abwärtstrend.
Allein in den vergangenen Wochen hat die Aktie damit deutlich nachgegeben. An den Börsen bleibt die Stimmung gegenüber dem Unternehmen entsprechend verhalten.
Demgegenüber stehen zahlreiche Analysten, die den fairen Wert der Aktie deutlich höher einschätzen. Das durchschnittliche Kursziel liegt derzeit bei knapp 68 Euro. Ausgehend vom aktuellen Kursniveau ergäbe sich damit ein Aufwärtspotenzial von mehr als 50 %.
Renk leidet derzeit vor allem darunter, dass es kaum positive Unternehmensnachrichten mit unmittelbaren Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung gibt. Zudem hat sich die Stimmung nach dem NATO-Gipfel weiter eingetrübt. Dort wurde deutlich gemacht, dass die Rüstungsindustrie sich nicht allein auf staatliche Unterstützung verlassen könne, sondern selbst verstärkt in den Ausbau ihrer Produktionskapazitäten investieren müsse.
Diese Sorge beschäftigt die Märkte bereits seit Monaten. Auch Renk ist gefordert, zusätzliche Kapazitäten aufzubauen, um die hohen Auftragsbestände künftig effizient abarbeiten zu können. Darin sehen viele Investoren derzeit die größte Herausforderung für die gesamte Rüstungsindustrie und damit auch für Renk.
Die Aktie befindet sich formal weiterhin im Abwärtstrend. Dennoch haben die Analysten ihre vergleichsweise hohen Kursziele nicht ohne Grund beibehalten. Viele Investoren hoffen nach wie vor auf einen Stimmungsumschwung, der sich bislang allerdings noch nicht im Kursverlauf widerspiegelt.
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