Für die Aktie von Renk wird die charttechnische Lage zunehmend kritisch. Der Kurs notierte gestern zwischenzeitlich nur noch knapp oberhalb des Einjahrestiefs bei 40,62 Euro und bewegt sich damit am unteren Ende der Handelsspanne der vergangenen zwölf Monate. Aus Sicht vieler Charttechniker ist das ein Bereich, der besondere Aufmerksamkeit verdient. Sollte die Aktie unter die Marke von 40 Euro fallen, könnte sich der bestehende Abwärtstrend nochmals deutlich beschleunigen. Heute erholte sich der Kurs nicht entscheidend. Am Ende sind es 42,82 Euro, die immer noch enttäuschen.
Renk: Da fehlt etwas
Dabei fehlten zum Wochenbeginn neue Unternehmensnachrichten vollständig. Weder aus dem operativen Geschäft noch von politischer Seite gab es Impulse, die den Kurs hätten bewegen können. Umso stärker richtet sich der Blick derzeit auf die technische Verfassung der Aktie.
Dem steht allerdings eine deutlich optimistischere Einschätzung der Fundamentalanalysten gegenüber. Die DZ Bank hat ihr Kursziel zwar zuletzt auf 64 Euro reduziert, hält aber unverändert an ihrer Kaufempfehlung fest. Noch höher liegt der Durchschnitt der Analystenschätzungen mit knapp 68 Euro. Daraus ergibt sich gegenüber dem aktuellen Kurs weiterhin ein erhebliches Aufwärtspotenzial.
Auch andere Experten bleiben zuversichtlich. MWB Research rechnet trotz des weggefallenen F126-Projekts mit einem starken zweiten Quartal und hat die Aktie zuletzt sogar auf „Kaufen“ hochgestuft. Nach Einschätzung der Analysten hat sich an den langfristigen Geschäftsaussichten damit wenig geändert.
Genau darin liegt derzeit der Gegensatz. Während die Charttechnik weitere Risiken signalisiert und ein Bruch der 40-Euro-Marke neue Verkäufe auslösen könnte, verweisen Fundamentalanalysten auf die weiterhin guten Perspektiven des Unternehmens. Welche Sichtweise sich letztlich durchsetzt, dürfte entscheidend davon abhängen, ob Renk in den kommenden Quartalen die hohen Erwartungen an Umsatz und Ergebnis erfüllen kann.:::
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