Der Augsburger Getriebehersteller Renk fährt zweigleisig. Während geopolitische Störfeuer aus Washington den europäischen Rüstungssektor belasten, steuert das Management mit massiven Kapazitätserweiterungen und einer deutlich erhöhten Dividende dagegen. Das Ziel ist klar: Investoren sollen über die jüngste Cashflow-Schwäche hinwegsehen.
Geopolitik und Analysten-Wende
Jüngste Aussagen von US-Präsident Donald Trump, der die NATO als „Papiertiger“ bezeichnete, schickten europäische Rüstungswerte kurzzeitig auf Talfahrt. Auch die Renk-Papiere gaben im Zuge dieser Rhetorik leicht nach. Paradoxerweise wächst durch das andiskutierte Rückzugsszenario der USA mittelfristig der Druck auf die europäischen Verteidigungsbudgets.
Diesen strukturellen Rückenwind honoriert MWB Research. Das Analysehaus hob die Einstufung Anfang April von „Sell“ auf „Hold“ an und sieht das Kursziel bei 53,00 Euro. Allerdings bemängeln die Experten, dass sich der dicke Auftragsbestand von 6,7 Milliarden Euro bisher kaum in steigendes Margenwachstum übersetzt.
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Kapazitäten rauf, Aftermarket im Fokus
Um genau diese Profitabilität zu heben, baut das Unternehmen sein operatives Fundament um. Am Standort Augsburg soll die Fertigungskapazität für Panzergetriebe bis Ende 2026 auf 800 Einheiten vervierfacht werden. Parallel strebt das Management an, den lukrativen Aftermarket-Bereich auf 50 Prozent des Gesamtumsatzes auszubauen. Das schafft stabilere Einnahmequellen abseits des volatilen Neugeschäfts. Für das laufende Jahr peilt der Vorstand einen Umsatz von über 1,5 Milliarden Euro bei einem bereinigten EBIT zwischen 255 und 285 Millionen Euro an.
Die Cashflow-Hürde
Um das Vertrauen der Anleger nach dem enttäuschenden freien Cashflow von lediglich 67 Millionen Euro im Jahr 2025 zurückzugewinnen, schlägt Renk eine um 38 Prozent höhere Dividende von 0,58 Euro je Aktie vor. Die schwache Cash-Conversion-Rate von 47 Prozent – weit unter der Zielmarke von 80 Prozent – begründet das Unternehmen mit verschobenen Vorauszahlungen für Großaufträge.
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Das Management sucht nun intensiv den Dialog mit dem Kapitalmarkt. Folgende Termine stehen in den kommenden Wochen an:
* 14. April: mwb Research Online Conference
* 15. April: Berenberg Benelux Roadshow
* 22. April: Pre-Close Call
* 06. Mai: Veröffentlichung der Quartalszahlen
Der Pre-Close Call und die anschließenden Quartalszahlen werden den weiteren Kursverlauf maßgeblich bestimmen. Dann muss das Management zwingend nachweisen, dass die aufgeschobenen Millionen-Vorauszahlungen tatsächlich auf den Konten eingegangen sind und sich die aufgestauten Aufträge in konkreten Umsatz verwandeln.
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