Rekordumsatz, Rekordauftragsbestand, Rekordgewinn – und trotzdem reagierte der Markt mit Kursverlusten. Was steckt hinter diesem Widerspruch bei RENK?
Der Augsburger Antriebsspezialist schloss 2025 mit einem Umsatz von 1,37 Milliarden Euro ab, ein Plus von knapp 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das bereinigte EBIT stieg um 22 Prozent auf 230 Millionen Euro. Noch beeindruckender: Der Auftragsbestand kletterte auf ein Allzeithoch von 6,68 Milliarden Euro – gegenüber 4,96 Milliarden Euro im Vorjahr. Das entspricht einer Sichtweite von mehr als vier Jahresumsätzen.
Guidance enttäuscht – aber aus gutem Grund
Der Markt störte sich nicht an den Vergangenheitszahlen, sondern am Ausblick. Für 2026 erwartet RENK einen Umsatz von über 1,5 Milliarden Euro und ein bereinigtes EBIT zwischen 255 und 285 Millionen Euro. Der Mittelwert dieser Spanne liegt rund zwei Prozent unter den Analystenerwartungen.
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Der Grund: Aufträge im Volumen von rund 200 Millionen Euro, die ursprünglich für 2025 geplant waren, verschoben sich ins erste Halbjahr 2026. Eine temporäre Verschiebung also – kein strukturelles Problem. Analysten von BNP Paribas und Warburg Research werten die Lage entsprechend entspannt: BNP stufte die Aktie auf „Outperform“ hoch mit einem Kursziel von 65 Euro, Warburg Research folgte mit einer Kaufempfehlung und einem Ziel von 63 Euro. Beide sehen die aktuelle Bewertung im Vergleich zu anderen Verteidigungswerten als attraktiv.
CFO setzt eigenes Geld ein
Ein weiteres Signal kam von innen: CFO Anja Mänz-Siebje kaufte am 9. März 2026 eigene RENK-Aktien auf dem gedrückten Kursniveau. Solche Insider-Käufe gelten am Markt als Vertrauensbeweis – das Management signalisiert damit, dass es die aktuelle Bewertung für günstig hält.
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Parallel dazu schlägt der Vorstand der Hauptversammlung am 10. Juni 2026 eine Dividende von 0,58 Euro je Aktie vor – ein Anstieg von 38 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch das passt zum Bild eines Unternehmens, das trotz kurzfristiger Guidance-Diskussion in einer robusten Position ist.
Strategisch baut RENK zudem seine Präsenz in Nordamerika aus: Bis 2030 sollen 150 Millionen US-Dollar in den Standort Michigan fließen, davon 80 Millionen für Forschung und Entwicklung.
Die Aktie notiert derzeit rund 14 Prozent unterhalb ihres 200-Tage-Durchschnitts – der Kursrückgang der vergangenen 30 Tage spiegelt die Guidance-Enttäuschung wider. Der erste konkrete Prüfstein kommt am 6. Mai 2026, wenn RENK die Zahlen für das erste Quartal vorlegt. Dann wird sich zeigen, ob die verschobenen Aufträge planmäßig in Umsatz und Cashflow münden – und ob die Skepsis des Marktes berechtigt war.
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