Immer noch ausgesprochen schwach zeigt sich die Aktie von Renk. Das Papier hatte allerdings am Freitag mit einem Aufschlag von 2,94 % etwas Boden gutgemacht. Zum Wochenbeginn nun wird der Titel bei 44,07 Euro geführt. Es fehlen allerdings noch rund 6 Euro, um die Marke von 50 Euro zu erreichen, die Chartanalysten derzeit als besonders wichtig ansehen.
Renk befindet sich weiterhin in einem Abwärtstrend. Innerhalb der vergangenen sechs Monate hat die Aktie rund 29 % verloren und steht damit weiterhin erheblich unter Druck. Aus fundamentaler Sicht erscheint diese Entwicklung durchaus enttäuschend.
Das Update ist zumindest nicht mit Abschlägen aufgenommen worden
In der neuen Woche könnte sich das Bild allerdings etwas aufhellen. Das Unternehmen hat bereits am 16. Juli ein Pre-Close-Update für das erste Halbjahr veröffentlicht. Damit haben die Märkte bereits eine belastbare Grundlage für ihre Bewertung. Die endgültigen Halbjahreszahlen werden zwar erst am 6. August präsentiert. Erfahrungsgemäß sind gegenüber einem Pre-Close-Update jedoch keine größeren Abweichungen mehr zu erwarten.
Das Management hat für das Gesamtjahr ein bereinigtes EBITDA zwischen 255 und 285 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Damit würde nicht nur das operative Ergebnis deutlich steigen, sondern auch die Profitabilität des Unternehmens weiter zunehmen. Die operative Hebelwirkung zeigt sich insbesondere in den verbesserten Margen.
Beim Umsatz rechnet Renk weiterhin mit einem Wert von mehr als 1,5 Milliarden Euro. Daraus ergibt sich rechnerisch eine bereinigte EBITDA-Marge von mindestens rund 17 %. Das ist im Branchenvergleich durchaus ein beachtlicher Wert.
Auch beim Auftragsbestand konnte das Unternehmen überzeugen. Mit rund 6,9 Milliarden Euro wurde ein neuer Rekord erreicht. Aus fundamentaler Sicht spricht dies weiterhin für eine hohe Auslastung in den kommenden Jahren.
Zusätzlich hat Renk vor Kurzem angekündigt, seine Marinesparte durch die Übernahme von David Brown Defence zu stärken. Allerdings wurde bislang kein Kaufpreis genannt. Deshalb fällt es dem Markt derzeit schwer, die wirtschaftlichen Auswirkungen der Transaktion im Detail zu bewerten. Diese Unsicherheit dürfte zumindest teilweise zur Zurückhaltung der Anleger beigetragen haben.
Ungeachtet dessen sehen Analysten die Aktie weiterhin deutlich höher. Im Durchschnitt liegen die Kursziele bei mehr als 67 Euro. Zwar wurden einzelne Schätzungen zuletzt leicht nach unten angepasst. Dennoch ergibt sich aus heutiger Sicht weiterhin ein erhebliches Kurspotenzial.
Mit den bereits veröffentlichten Halbjahresdaten im Rücken könnte sich diese fundamentale Stärke möglicherweise schon in der neuen Woche wieder stärker im Kurs widerspiegeln.
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