Trotz der starken Kursentwicklung in den vergangenen Sitzungen sehen Analysten bei der Aktie der RENK weiterhin Aufwärtspotenzial. Die aktuelle Konsensschätzung von 14 Analysten liegt bei 66,71 Euro und damit rund 17 % über dem jüngsten Schlusskurs von 56,85 Euro.

Die positiven Einschätzungen werden vor allem durch die erwartete Geschäftsentwicklung der kommenden Jahre getragen. Für 2026 rechnen Analysten mit einem Umsatz von rund 1,56 Milliarden Euro. Bereits 2027 soll dieser Wert auf etwa 1,81 Milliarden Euro steigen. Parallel dazu wird ein Anstieg des Nettogewinns von 143 Millionen Euro auf 190 Millionen Euro prognostiziert.

Am Freitag war die Aktie wieder geklettert und auf über 56 Euro gekommen. Damit bestätigt sich der aktuelle Gewinn auf Notierungen über die wichtige 100-Tage-Linie.

Renk: Die sind wieder da!

Besonders interessant erscheint vielen Investoren die Entwicklung der Bewertung. Während das geschätzte Kurs-Gewinn-Verhältnis für 2026 noch bei rund 40 liegt, soll es 2027 auf etwa 30 sinken. Ein solcher Rückgang deutet darauf hin, dass das erwartete Gewinnwachstum deutlich schneller verläuft als die aktuelle Kursentwicklung.

Auch die Finanzstruktur dürfte sich weiter verbessern. Die Nettoverschuldung soll nach Analystenschätzungen von 291 Millionen Euro auf 209 Millionen Euro sinken. Gleichzeitig wird ein leichter Anstieg der Dividendenrendite von 1,29 Prozent auf 1,62 Prozent erwartet. Damit könnte RENK künftig nicht nur als Wachstumswert, sondern zunehmend auch für einkommensorientierte Anleger interessant werden.

Hinter den positiven Prognosen steht vor allem das weiterhin günstige Marktumfeld. Europa investiert massiv in die Modernisierung seiner Streitkräfte. Als Spezialist für militärische Getriebe, Mobilitätslösungen und Antriebssysteme profitiert RENK direkt von dieser Entwicklung. Viele Analysten gehen davon aus, dass die hohen Verteidigungsausgaben noch über Jahre Bestand haben werden.

Die Kombination aus steigenden Umsätzen, wachsender Profitabilität und sinkender Verschuldung erklärt, warum die Mehrheit der Analysten an ihren Kaufempfehlungen festhält. Trotz des kräftigen Kursanstiegs der vergangenen Monate sehen zahlreiche Experten deshalb weiterhin Luft nach oben für die Aktie.