Mit dem Plus von 2,75 % verabschiedete sich die Renk aus dem Handel vom Freitag. Die Aktie ist und bleibt im Aufwärtstrend, da sie u.a. die Unterstützungen bei 50 Euro nach unten verteidigt hat.
Renk ist im Angriffsmodus, wenn man es genau betrachtet
Renk erweitert seinen strategischen Spielraum mit der geplanten Übernahme im britischen Verteidigungsgeschäft. Für 200 bis 250 Millionen US-Dollar soll David Brown Defence übernommen werden, ein Spezialist für Hochpräzisionsgetriebe mit rund 530 Mitarbeitern und mehr als 100 Jahren Erfahrung. Nach den erforderlichen Genehmigungen erwartet Renk den Abschluss der Transaktion im vierten Quartal 2026.
Zur Finanzierung weiterer Investitionen hat das Unternehmen Ende Juli zugleich seine Kapitalstruktur neu geordnet. Das Refinanzierungspaket umfasst insgesamt 1,05 Milliarden Euro und ersetzt die bisherige LBO-Finanzierung. Enthalten sind ein Konsortialkredit über 450 Millionen Euro, eine revolvierende Kreditlinie über 225 Millionen Euro sowie eine Garantielinie über 375 Millionen Euro.
Die neue Struktur soll die jährlichen Zinskosten um mehr als 7 Millionen Euro senken. Gleichzeitig schafft das Paket zusätzlichen Spielraum für Investitionen und Übernahmen. Nach den vorliegenden Angaben drehte auch der Free Cash Flow deutlich ins Plus, während die Finanzierung auf mehrere Instrumente mit einem Gesamtvolumen von mehr als 1 Milliarde Euro verteilt wurde.
Der strategische Ausbau passt zum aktuellen Rekordauftragsbestand von 7,4 Milliarden Euro zum Ende des ersten Halbjahres. Die Nachfrage nach militärischen Antriebssystemen bleibt dabei das wichtigste Geschäftsfeld. Der Auftragseingang erreichte von Januar bis Juni 1,195 Milliarden Euro, nachdem im zweiten Quartal allein 612,8 Millionen Euro und damit ein Unternehmensrekord erzielt worden waren.
Auf der Bewertungsseite reicht die Spanne der genannten Kursziele von 60 Euro bei Barclays bis 75 Euro bei JPMorgan. Warburg Research nennt 63 Euro, während die Deutsche Bank am Freitag ihr „Buy“-Rating mit einem Ziel von 73 Euro bestätigte. Die durchschnittlichen Analystenschätzungen liegen bei über 66 Euro.
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