Rekordergebnisse auf der einen Seite, Leerverkäufer auf der anderen — die RENK Group steckt in einem ungewöhnlichen Widerspruch. Das Auftragsbuch ist so voll wie nie, doch der Kurs liegt weit unter seinem Jahreshoch. Was hält den Titel zurück?
Zahlen überzeugen, Ausblick enttäuscht
Für 2025 meldete RENK einen Umsatz von 1,37 Milliarden Euro und einen Auftragsbestand von 6,68 Milliarden Euro — das entspricht dem Fünffachen der Jahreseinnahmen. Die Dividende stieg um 38 Prozent auf 0,58 Euro je Aktie.
Trotzdem verlor der Kurs am Ergebnistag rund neun Prozent. Der Grund: Die Guidance für 2026 fiel knapp unter den Marktkonsens. Das Management peilt ein bereinigtes EBIT zwischen 255 und 285 Millionen Euro an — solide, aber nicht das, was sich Anleger erhofft hatten.
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Seither hat sich die Aktie zwar erholt und notiert bei rund 55 Euro — mit einem Wochenplus von über zwölf Prozent. Vom 52-Wochen-Hoch bei 90,34 Euro ist sie dennoch weit entfernt.
Risiken trüben das Bild
Hedgefonds setzen weiterhin auf fallende Kurse, und die Risikolage hat konkrete Ursachen. Rund 80 bis 100 Millionen Euro Israel-Umsatz sind in der 2026er-Planung einkalkuliert. Sollte das Rüstungsembargo verlängert werden, wäre eine Guidance-Senkung kaum zu vermeiden.
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Zusätzlich konzentriert sich ein Großteil der Dynamik auf wenige Schlüsselprogramme — Leopard 2, Puma, Boxer. Verzögerungen in einzelnen Beschaffungszyklen können die Quartalsergebnisse spürbar verschieben, trotz des hohen Auftragsbestands.
Immerhin: Wellington Management aus Boston hat zuletzt die Meldeschwelle überschritten und hält nun 5,09 Prozent der Stimmrechte — ein Signal institutionellen Interesses.
Termine im Blick
Den nächsten Impuls könnte der Pre-Close Call am 22. April liefern, gefolgt von der Münchner Kapitalmarktkonferenz am 23. April. Die offizielle Q1-Quartalsmitteilung folgt am 6. Mai 2026. Auf der Hauptversammlung am 10. Juni dürfte dann die erhöhte Dividende formell beschlossen werden — einer der wenigen Punkte, über den Aktionäre derzeit kaum klagen können.
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