Für die Renk geht der Abverkauf weiter. Die Rüstungsaktie gab im Laufe eines turbulenten Tages satte weitere rund 4 % ab. Sie kommt auf einen Kurs in Höhe von nur noch 44,20 Euro. Damit summieren sich die Rücksetzer der vergangenen fünf Tage sicherlich auf mehr als 15 %, wenn am Abend die Schlussglocke geläutet wird.
Schon gestern gab der Titel nach auf 46,13 Euro. Dies war einem Abschlag von deutlichen – 5,32 % geschuldet. In der kurzfristigen Betrachtung verdeutlicht der 5-Tage-Trend von – 15,22 % den aktuellen Druck auf die Bewertung, der jedoch genau trotz außergewöhnlich starker wirtschaftlicher Kennzahlen verläuft. Dafür wurde nun auch der Vertrag von Konzernchef Sagel vorzeitig verlängert, wie Renk gestern bekanntgab.
Renk: Die wirtschaftlichen Bedingungen sind besser als die Stimmung
Ein zentraler Pfeiler der Unternehmensbewertung ist der Auftragseingang, der im ersten Quartal 2026 mit 582 Millionen Euro einen neuen Höchstwert markierte. Dieser Zuwachs trieb den gesamten Auftragsbestand auf 6,9 Milliarden Euro, womit bereits zum jetzigen Zeitpunkt mehr als 90 % des geplanten Jahresumsatzes gesichert sind. Besser kann es aus Sicht von Anlegern wohl kaum gehen.
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Diese enorme Auslastung resultiert aus einem Marktumfeld, das militärische Beschaffungsprogramme seit 2024 kontinuierlich ausweitet. Krieg und Kriegsdrohungen haben hier die Institutionen wie die Regierung, die EU oder die Nato angetrieben.
Besonders das Segment „Vehicle Mobility Solutions“, das Antriebssysteme für Plattformen wie den Leopard 2 liefert, sorgt für eine Vollauslastung der vorhandenen Kapazitäten. Um dieser Nachfrage gerecht zu werden, investiert Renk massiv in seine Produktionsstruktur.
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Bis Ende 2026 soll die Fertigung am Standort Augsburg auf rund 800 Getriebeeinheiten pro Jahr steigen. Dieses Vorhaben ist Teil eines Investitionsprogramms von 500 Millionen Euro, das über einen Zeitraum von vier bis fünf Jahren angelegt ist.
Zusätzlich stärkt der Konzern seine globale Präsenz durch neue Standorte in Polen, Indien und den USA, um Lieferketten zu stabilisieren und die Nähe zu den jeweiligen Absatzmärkten zu erhöhen.
Die operative Basis zeigt mit einer Marge von 15,0 % bessere Bedingungen und Ergebnisse als z. B. die Rheinmetall. Für das Gesamtjahr 2026 erwartet Renk ein bereinigtes EBIT zwischen 255 und 285 Millionen Euro bei einem Umsatz von über 1,5 Milliarden Euro. Analysten haben deshalb ihre Kursziele ausgesprochen hoch geschraubt.
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