Renk hat zum Wochenschluss einen Teil ihrer jüngsten Verluste minimal wieder reduziert. Am Freitag legte das Papier um 3,22 % auf 42,21 Euro zu. Die Erholung folgt allerdings auf eine schwache Handelsphase. Innerhalb einer Woche verlor die Aktie 12,05 %, auf Monatssicht beträgt das Minus 25,75 %. Die Aktie ist in einer katastrophalen Phase.

Nun hat allerdings die Jefferies die Kaufempfehlung frisch erneuert. Und das ist nur eine gute Nachricht aus dieser Ecke.

Renk: Was passiert ist

Auslöser der jüngsten Schwäche war vor allem die Diskussion über das gestoppte F126-Fregattenprogramm der Bundeswehr.

Genau an dieser Stelle setzt nun auch eine neue Einschätzung von mwb research an. Die Analysten stuften die Aktie von „Halten“ auf „Kaufen“ hoch. Gleichzeitig reduzierten sie zwar ihr Kursziel von 53 auf 50 Euro, sehen den jüngsten Kursrutsch jedoch als überzogen an. Nach ihrer Analyse fällt der wirtschaftliche Schaden aus dem Ende des bisherigen F126-Projekts deutlich geringer aus als zunächst befürchtet.

Hintergrund ist die geplante Beschaffung von acht MEKO-A-200-Fregatten anstelle des bisherigen Programms. Nach Berechnungen von mwb research verliert Renk dadurch Geschäft im Umfang von rund 20 Millionen Euro. Gleichzeitig eröffnen sich durch die höhere Zahl der Schiffe neue Liefermöglichkeiten im Umfang von schätzungsweise 30 bis 40 Millionen Euro. Unter dem Strich könnte die politische Entscheidung deshalb sogar leicht positiv ausfallen.

Auch unabhängig vom Marinegeschäft bleibt die Entwicklung stabil. Die Analysten erwarten für das zweite Quartal einen Auftragseingang von mehr als 500 Millionen Euro, sofern die angekündigten Beschaffungsentscheidungen im Bereich der Landsysteme zeitnah erfolgen. Der bestehende Auftragsbestand von rund 6,9 Milliarden Euro bietet bereits heute eine hohe Visibilität für die kommenden Jahre und stützt die Umsatzplanung.

Diese Perspektive spiegelt sich auch in den Konsensschätzungen wider. Für 2026 rechnen Analysten mit einem Umsatz von 1,56 Milliarden Euro und einem Nettogewinn von 143 Millionen Euro. 2027 sollen die Erlöse auf 1,81 Milliarden Euro steigen, während der Gewinn auf 190 Millionen Euro zulegt. Das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis sinkt dadurch von 29,7 auf 22,3. Das durchschnittliche Kursziel der Experten liegt dabei bei 67,93 Euro.