Renk hat nach Tagen mit teils erheblichen Verlusten heute den Vorwärtsgang eingelegt. Rund 4 % Plus führen die Aktie am Mittwoch auf 47,10 Euro. Das passt zu der etwas besseren Stimmung insgesamt am Rüstungsmarkt. Rheinmetall als Branchenkonkurrent hat heute bis dato um 3 % zugelegt.

Dennoch bleibt das Bild in der gesamten Branche schwach und damit auch bei Renk selbst. Die Aktie ist derzeit relativ weit im Abwärtstrend. Charttechniker verweisen darauf, dass noch nicht einmal die wichtige Untergrenze von 50 Euro in Reichweite ist. Technische Analysten sehen die Aktie 11 % unter der 100-Tage-Linie, und insofern bleibt das Rüstungsunternehmen derzeit am Markt noch vergleichsweise schwach.

Renk: Der weite Weg ist nicht schlimm!

Neue Impulse werden sich am Markt erst dann ergeben, wenn sich die Rüstungsbranche insgesamt erholt. Das dürfte wiederum davon abhängen, wie die Märkte darauf reagieren, dass jetzt im Iran ein Frieden geschlossen zu werden scheint. Am Freitag werden die USA und der Iran wohl den zuletzt heiß diskutierten Deal unterzeichnen.

Fraglich ist, wie weit Renk hiervon dann profitieren wird. Es gibt durchaus Signale dafür, dass Experten viel von dem Unternehmen halten. Am 12. Juni hat zum Beispiel BlackRock, der weltweit sehr bekannte Vermögensverwalter, die niedrigen Kurse genutzt, um eine Beteiligung in Höhe von annähernd 5,3 % an der Renk Group zu erwerben.

Dies wiederum haben die Börsen bis dato noch nicht honoriert. Allerdings sind solche Investitionen ein Indikator dafür, dass wirtschaftlich orientierte Analysten durchaus der Auffassung sind, dass Renk mehr wert ist. Das bestätigt sich auch an den Kurszielen der Analysten.

Das durchschnittliche Kursziel liegt derzeit bei 68,1 Euro. Dies bedeutet derzeit noch einen Abstand in Höhe von mehr als 47 %. Insofern unterscheidet sich das Bild an den Börsen deutlich von dem, was sich die Analysten mit ihren wirtschaftlichen Modellen von Renk gemacht haben.