Der erste Ersatzteilvertrag mit dem ukrainischen Verteidigungsministerium war ein unscheinbares Detail im Jahresbericht 2025 — und doch markiert er eine strategische Richtungsentscheidung. Renk Group erschließt damit ein Segment, das bislang kaum im Mittelpunkt stand: das Aftermarket-Geschäft mit bereits installierten Systemen.
Aktuell stammen 74 Prozent des Umsatzes aus Verteidigungsanwendungen, davon entfallen nur rund zehn Prozentpunkte auf Servicegeschäft. Der Ukraine-Vertrag — ein Auftragsvolumen im hohen zweistelligen Millionenbereich, laufend bis 2028 — zeigt, wie groß das Potenzial in einer Region ist, in der Tausende Fahrzeuge mit Renk-Komponenten im Einsatz sind. Wiederkehrende Umsätze aus bestehenden Systemen sind strukturell stabiler als reine Neubauprogramme.
US-Engagement trägt erste Früchte
Parallel läuft die Vertiefung des US-Geschäfts auf vollen Touren. Am 13. Februar reiste Michigan-Gouverneurin Gretchen Whitmer eigens nach Augsburg, um gemeinsam mit CEO Alexander Sagel das Bekenntnis zum Bundesstaat öffentlich zu bekräftigen. Renk investiert zwischen 2024 und 2030 insgesamt 150 Millionen US-Dollar in Michigan — aufgeteilt in 70 Millionen für Kapitalausgaben und 80 Millionen für Forschung und Entwicklung.
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Das zahlt sich bereits aus: RENK America erzielte im Geschäftsjahr 2025 einen Auftragseingang von über 550 Millionen US-Dollar. Inzwischen beschäftigt das Unternehmen mehr als 700 Mitarbeiter an fünf US-Tochtergesellschaften in Michigan, Indiana, Ohio und South Carolina.
Rekordauftragsbestand, aber ein Risikofaktor bleibt
Das operative Fundament ist stark. Der Umsatz kletterte 2025 um knapp 20 Prozent auf 1,37 Milliarden Euro, das bereinigte EBIT stieg um 22 Prozent auf 230 Millionen Euro. Der Auftragsbestand erreichte zum Jahresende ein Allzeithoch von 6,68 Milliarden Euro — gegenüber 4,96 Milliarden Euro ein Jahr zuvor.
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Für 2026 erwartet das Management einen Umsatz von über 1,5 Milliarden Euro und ein bereinigtes EBIT zwischen 255 und 285 Millionen Euro. Ein konkreter Unsicherheitsfaktor dabei: Bis zu 100 Millionen Euro des prognostizierten Umsatzes hängen von Exportgenehmigungen für Israel ab — ein geopolitisches Risiko, das Marktbeobachter mit Vorsicht bewerten.
Bis 2030 strebt Renk ein organisches Umsatzwachstum auf 2,8 bis 3,2 Milliarden Euro an, noch ohne potenzielle Akquisitionen eingerechnet. Den nächsten Zwischenstand liefern die Q1-Zahlen am 6. Mai 2026 — dann zeigt sich, wie schnell Aftermarket und US-Expansion in den Zahlen sichtbar werden.
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