RENK hat für 2025 Rekordwerte bei Umsatz, Auftragseingang und Auftragsbestand gemeldet – und trotzdem reagierte die Aktie nach den Zahlen mit einem Kursrutsch von über vier Prozent. Wie passt das zusammen?
Der Grund liegt im Ausblick. Die Prognose für 2026 blieb rund zwei Prozent unter dem Analystenkonsens. Wer starke Zahlen und eine noch stärkere Guidance erwartet hatte, wurde enttäuscht. Dazu gesellt sich ein weiterer Kritikpunkt: Der Barmittelfluss blieb spürbar hinter den operativen Gewinnen zurück, auch weil rund 200 Millionen Euro an Aufträgen aus dem vierten Quartal 2025 ins laufende Jahr verschoben wurden.
Die Zahlen im Überblick
Dabei waren die Ergebnisse für sich genommen stark. Der Umsatz stieg 2025 um knapp ein Fünftel auf 1,37 Milliarden Euro, das bereinigte EBIT legte um 21,7 Prozent auf 230 Millionen Euro zu – beides im Rahmen der eigenen Prognose und nahe am Marktkonsens.
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Besonders das Segment Vehicle Mobility Solutions trieb das Wachstum: Mit einem Umsatzplus von 24,8 Prozent auf 872 Millionen Euro war es das dynamischste der drei Geschäftsbereiche. Noch beeindruckender ist der Auftragsbestand, der zum Jahresende 2025 ein Allzeithoch von 6,68 Milliarden Euro erreichte – nach 4,96 Milliarden Euro Ende 2024. Der Auftragseingang war mit 1,57 Milliarden Euro ebenfalls Rekord.
Passend dazu erhöht RENK die Dividende deutlich: Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung am 10. Juni 2026 eine Ausschüttung von 0,58 Euro je Aktie vor – ein Plus von 38 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
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US-Expansion und strategischer Fokus
Neben dem organischen Wachstum treibt RENK die Expansion in den USA voran. Die amerikanische Tochtergesellschaft sicherte sich Support- und Ersatzteilverträge im Wert von über 50 Millionen US-Dollar, darunter ein 25-Millionen-Dollar-Auftrag für die Wartung kritischer Plattformen. Bis 2030 plant die Gruppe Gesamtinvestitionen von 150 Millionen Dollar in Michigan – aufgeteilt auf Produktionskapazitäten und Forschung.
Strategisch steuert RENK konsequent auf eine fast vollständige Fokussierung auf das Verteidigungsgeschäft zu: Bis 2030 sollen rund 90 Prozent des Umsatzes aus dem Rüstungssegment kommen.
Für 2026 erwartet das Unternehmen einen Umsatz von mehr als 1,5 Milliarden Euro sowie ein bereinigtes EBIT zwischen 255 und 285 Millionen Euro. Das ist solides, aber kein spektakuläres Wachstum – und etwas weniger, als der Markt sich erhofft hatte. Ob die Aktie, die aktuell rund 38 Prozent unter ihrem Oktober-Hoch bei 88,73 Euro notiert, hier eine faire Neubewertung erfahren hat oder noch unter Druck bleibt, wird maßgeblich davon abhängen, wie schnell das prall gefüllte Auftragsbuch in den kommenden Quartalen abgearbeitet wird.
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