Ein gescheitertes Krebsmedikament, ein wütender FDA-Chef und Kanzleien auf Spurensuche. Bei der Biotech-Firma Replimune eskaliert die Lage, nachdem die US-Behörde das wichtigste Medikament abgelehnt hat. Das Management zieht nun die Reißleine und streicht mehr als die Hälfte aller Stellen.
Harte Worte der US-Behörde
Die US-Gesundheitsbehörde FDA hatte dem Hauptkandidaten RP1 zuvor die Zulassung verweigert. Der Grund für den sogenannten Complete Response Letter war das Studiendesign. Eine einarmige Studie reicht laut Behörde nicht aus, um die Wirksamkeit der Hautkrebs-Therapie zu belegen. Replimune warf der FDA daraufhin vor, zu unflexibel zu sein.
Behördenchef Marty Makary konterte am 6. Mai öffentlich. Er bezeichnete die Kritik des Unternehmens in einem Interview als reine PR-Strategie. Die FDA habe lediglich wissenschaftliche Standards durchgesetzt. Dieser offene Schlagabtausch deutet auf verhärtete Fronten hin.
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Klagewelle und harter Sparkurs
Die juristischen Folgen lassen nicht lange auf sich warten. Die Kanzlei Pomerantz prüft, ob das Unternehmen gegen das Wertpapierrecht verstoßen hat. Die Anwälte untersuchen, ob das Management Investoren über die Zulassung von RP1 getäuscht hat.
Die Folge: ein radikaler Umbau. Replimune entlässt rund 60 Prozent der Belegschaft. Davon sind 161 Mitarbeiter an den Standorten Woburn und Framingham betroffen. Parallel dazu fährt das Unternehmen seine US-Produktion massiv zurück. Ohne eine schnelle Zulassung für RP1 ist der bisherige Kurs schlicht nicht mehr finanzierbar.
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Blick auf die Pipeline
Das verbleibende Kapital reicht nach Firmenangaben noch bis ins erste Quartal 2027. Ein angepasster Kreditvertrag verschafft Replimune hierbei etwas Luft. Das Management konzentriert sich nun auf den restlichen Teil der Pipeline.
Besonders der Kandidat RP2 rückt in den Fokus. Ende Mai präsentiert Replimune auf dem ASCO-Kongress neue klinische Daten. Die Agenda umfasst Überlebensanalysen zu RP1 sowie erste Ergebnisse zu RP2 bei soliden Tumoren und Leberkrebs. Ein Erfolg dieser Studien ist zwingend nötig, um das Vertrauen in die Technologieplattform wiederherzustellen.
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