Replimune wagt den nächsten Versuch. Nach zwei herben Rückschlägen bei der US-Gesundheitsbehörde FDA reicht das Biotech-Unternehmen seinen Zulassungsantrag für die Hautkrebs-Therapie RP1 erneut ein. Hochrangige Gespräche in Washington ebneten offenbar den Weg für diese Kehrtwende.
Ein steiniger Weg zur Zulassung
Die Geschichte von RP1 ist von Hürden geprägt. Die FDA lehnte den Wirkstoff gegen fortgeschrittene Melanome bereits zweimal ab. Zuletzt sorgte ein negatives Votum im April 2026 für einen massiven Einbruch des Börsenwerts. Als direkte Reaktion darauf kündigte das Management den Abbau von 224 Stellen an.
Nun gibt es neue Signale aus den USA. Am 3. Juni 2026 trafen sich Vertreter von Replimune mit der FDA und Regierungsvertretern im Weißen Haus. Bereits Ende Mai signalisierte die Behörde eine grundsätzliche Bereitschaft für eine erneute Prüfung des Antrags. Marktbeobachter führen den veränderten Dialog auch auf personelle Wechsel in der FDA-Führung zurück.
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Volatilität prägt den Kurs
Die Börse reagiert am Freitag zunächst mit Gewinnmitnahmen. Die Aktie verliert 7,72 Prozent und notiert bei 8,20 Euro. Der kurzfristige Rücksetzer folgt auf eine extreme Rallye. Innerhalb der letzten 30 Tage legte der Kurs um rund 182 Prozent zu.
Mit einem Relative-Stärke-Index von über 71 gilt das Papier technisch als überkauft. Das Unternehmen setzt nun alles auf diesen Prozess. Die erneute Einreichung markiert einen Wendepunkt in der Unternehmensstrategie. Ein Erfolg bei diesem dritten Anlauf entscheidet über die künftige Ausrichtung von Replimune.
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