Replimune: Kennedy distanziert sich von FDA-Ablehnung

Die FDA lehnt Replimunes Melanom-Therapie RP1 ab. Das Unternehmen reagiert mit Stellenabbau und Produktionskürzungen.

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Kurz & knapp:
  • FDA lehnt Zulassungsantrag ab
  • Wirksamkeitsdaten nicht ausreichend
  • Stellenabbau und Produktionsrückgang
  • Aktie verliert deutlich an Wert

Nach der FDA-Ablehnung seines Melanom-Präparats steht Replimune vor einer grundlegenden Neuausrichtung. US-Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. distanzierte sich am Mittwoch in einer Senatsanhörung ausdrücklich von der Entscheidung der Behörde. Das dürfte die Lage für das Biotech-Unternehmen kaum verbessern.

Kennedy: Keine Beteiligung an der Entscheidung

Kennedy erklärte vor dem Senat, er habe keinen Einfluss auf den Complete Response Letter der FDA gehabt. Die Behörde hatte den Zulassungsantrag für die Kombination aus RP1 und Nivolumab abgelehnt. Das Mittel sollte Patienten mit fortgeschrittenem Melanom behandeln, bei denen frühere Anti-PD-1-Therapien versagt hatten.

Das Unternehmensmanagement und Mitgründer bezeichneten die Ablehnung als „unfair“. Die FDA begründete ihre Entscheidung damit, dass die klinischen Daten die Wirksamkeit nicht ausreichend belegten.

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Klinische Daten reichten nicht aus

Kern des Problems ist die IGNYTE-Studie. Replimune wies eine Gesamtansprechrate von rund 33,6 Prozent aus. Die FDA zweifelte jedoch am Design der einarmigen Studie und sah keinen ausreichenden Nachweis für die Wirksamkeit.

Die geplante Folgestudie IGNYTE-3 sollte ursprünglich als Bestätigungsweg dienen. Ob sie die spezifischen Einwände der Behörde ausräumen kann, ist offen. Eine Einigung über das Studiendesign scheiterte bislang.

Stellenabbau und Produktionskürzungen

Die Folgen sind einschneidend. Replimune fährt die US-Produktion deutlich zurück und baut Stellen ab. Das Unternehmen will so Kapital schonen, bis eine neue regulatorische Strategie steht.

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Das Management räumt ein: Ohne einen zügigen beschleunigten Zulassungsweg könnte das RP1-Programm nicht mehr tragfähig sein. Ein sogenanntes „Type A“-Treffen mit der FDA soll klären, welche Anforderungen noch erfüllt werden müssen.

Aktie unter Druck

Der Kurs verlor in den jüngsten Handelssitzungen rund 14,7 Prozent. Die Aktie notiert nahe ihres 52-Wochen-Tiefs. Der Markt bewertet das gestiegene Finanzierungsrisiko— je länger die Unsicherheit anhält, desto wahrscheinlicher werden verwässernde Kapitalmaßnahmen.

Das Treffen mit der FDA wird zum nächsten konkreten Wegweiser. Bis dahin hängt vieles davon ab, wie schnell Replimune eine belastbare Antwort auf die Wirksamkeitsfragen formulieren kann.

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