Berenberg und Bernstein Research haben ihre Kursziele für Rheinmetall innerhalb von zwei Tagen gesenkt. Die Begründungen unterscheiden sich im Detail, zeigen aber in dieselbe Richtung: Die Erwartungen waren zu hoch, und das Vertrauen der Investoren muss erst zurückgewonnen werden.
Berenberg streicht Milliarden aus Boxer-Prognose
Berenberg kürzte das Kursziel am Freitag von 2.100 auf 1.750 Euro. Den größten Einfluss hat eine Neubewertung des sogenannten Boxer-Arminius-Vertrags — die Privatbank senkte ihre Schätzung für diesen Auftrag um 9 Milliarden Euro. Hinzu kommt ein branchenweites „Sector-Derating“: Rüstungsaktien werden an der Börse generell niedriger bewertet als noch vor einigen Monaten.
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Positiv wertet Berenberg, dass sich die Umsatzvisibilität für 2027 bis Jahresende um rund 30 Prozentpunkte verbessern dürfte. Die Kaufempfehlung bleibt bestehen.
Bernstein: Drohnen, enttäuschende Zahlen, Stimmungstief
Analyst Adrien Rabier von Bernstein Research senkte sein Ziel bereits am Donnerstag auf 1.900 Euro. Als Belastungsfaktoren nennt er die veränderte Kriegsdynamik in der Ukraine durch den verstärkten Drohneneinsatz sowie schwache Quartalszahlen für Q1 2026 mit einem Umsatz von 1,94 Milliarden Euro. Um Investoren zurückzugewinnen, müsse Rheinmetall beim Umsatzwachstum und beim Auftragseingang liefern — signifikante Impulse erwartet Rabier allerdings erst nach dem zweiten Quartal. Auch Bernstein hält an „Outperform“ fest.
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Kurs nahe Jahrestief, RSI im Extrembereich
An der Börse notiert die Aktie am Freitag bei rund 1.158 Euro — ein leichtes Plus von knapp einem Prozent, aber noch immer rund 42 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 1.995 Euro. Der RSI liegt bei 91, was technisch auf eine stark überkaufte Gegenbewegung hindeutet, nicht auf eine Trendwende.
Der Analystenkonsens bleibt trotz der Korrekturen optimistisch: 21 erfasste Analysten empfehlen die Aktie mehrheitlich zum Kauf, das mittlere Kursziel liegt bei rund 1.990 Euro. Entscheidend dafür, ob dieser Abstand zur aktuellen Notierung sich schließt, wird die Umwandlung bestehender Rahmenverträge in verbindliche Festbestellungen sein — ein Prozess, der sich nach Einschätzung der Analysten bis weit ins zweite Halbjahr hinzieht.
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