Die Aktie von Rheinmetall konnte am Donnerstag gleich um 2,1 % zulegen und notiert nun bei 1.224,40 Euro. Damit hat das Papier die wichtige Marke von 1.200 Euro zurückerobert und präsentiert sich wieder deutlich stärker als noch vor wenigen Tagen.

Rheinmetall: Da geht noch viel mehr!

Aus Sicht vieler Analysten ist die Aktie damit allerdings noch längst nicht ausgereizt. Die durchschnittlichen Kursziele liegen inzwischen bei mehr als 1.880 Euro und damit deutlich über dem aktuellen Niveau. Diese Lücke verdeutlicht die unterschiedliche Einschätzung von Marktteilnehmern und Analysten.

Die optimistischen Erwartungen gründen sich vor allem auf die Geschäftsentwicklung des Konzerns. Für das laufende Jahr wird ein Umsatzwachstum von mehr als 40 % gegenüber dem Vorjahr erwartet. Zudem hat sich zuletzt bestätigt, dass Umsätze in Höhe von rund 300 Millionen Euro, die im ersten Quartal noch nicht bilanziell erfasst werden konnten, im zweiten Quartal nachgeholt werden. Damit dürfte sich die Entwicklung der Erlöse wieder glätten.

Hinzu kommt eine Reihe neuer Wachstumsimpulse. Rheinmetall sorgt seit Monaten regelmäßig mit neuen Aufträgen und Projekten für Aufmerksamkeit. Jüngst wurde bekannt, dass das Unternehmen gemeinsam mit Heidelberger Druckmaschinen und Mercedes-Benz an einem Drohnenprojekt arbeitet. Der Drohnenmarkt gilt als eines der wirtschaftlich am schnellsten wachsenden Segmente im Verteidigungsbereich und könnte sich für Rheinmetall als weiteres lukratives Geschäftsfeld erweisen.

Grundsätzlich verfolgt der Konzern konsequent die Strategie, seine Aktivitäten im Rüstungsbereich weiter auszubauen. Ein deutliches Signal setzte zuletzt der Verkauf nahezu aller verbliebenen zivilen Geschäftsaktivitäten für rund 350 Millionen Euro. Rheinmetall fokussiert sich damit noch stärker auf das Verteidigungsgeschäft.

Die Perspektiven erscheinen entsprechend vielversprechend. Nicht nur für das laufende Jahr werden kräftige Umsatzsteigerungen erwartet, auch die kommenden Jahre sind durch eine hohe Planungssicherheit geprägt. Dafür spricht insbesondere der Auftragsbestand von inzwischen mehr als 70 Milliarden Euro.

Vor diesem Hintergrund überrascht es nicht, dass zahlreiche Analysten der Aktie noch erhebliches Kurspotenzial zutrauen. Die Kursziele (s. oben) sind gigantisch.