Was für ein ernüchternder Dienstag: Am fünften Handelstag in Folge verliert die Aktie von Rheinmetall weiter an Boden und notiert nach einem Abschlag von -2,4 % nur noch bei 1.588,50 Euro. In der vergangenen Woche rutschten die Notierungen bereits unter die Marke von 1.700 Euro, was am Markt für intensive Diskussionen sorgt.
MWB Research äußerte sich am Dienstag dahingehend, dass ein möglicher längerer Iran-Krieg für Rheinmetall keinen wesentlichen zusätzlichen Nutzen bringen würde. Diese Einschätzung kontrastiert mit der Erwartung vieler Marktteilnehmer seit den militärischen Spannungen zwischen den USA und dem Iran, die am Wochenende quasi begonnen haben. Ob dies bereits ein „Krieg“ ist, wird die Zeit zeigen.
Rheinmetall: Dennoch gute Bewertungen
Bernstein Research hält dennoch an der Einstufung „Outperform“ fest, wobei Analyst Douglas Harned ein Kursziel von 2.050 Euro nennt. Beim Referenzkurs von rund 1.590 Euro ergibt sich daraus ein rechnerisches Potenzial von über 24 %.
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Dabei sind die Notierungen klar unterhalb des GD100 und des GD200. Diese technische Konstellation, der damit zu konstatierende Abwärtstrend, fällt in eine Phase, in der Verteidigungswerte nach militärischen Ereignissen üblicherweise erhöhte Nachfrage verzeichnen.
Langfristig richtet sich der Blick auf den US-Verteidigungshaushalt für 2027, in dem umfangreiche Budgetentscheidungen anstehen. Rheinmetall positioniert sich als Zulieferer für mehrere Programme, deren konkrete Volumina erst mit den Haushaltsbeschlüssen festgelegt werden.
Operativ meldete das Unternehmen einen Rahmenvertrag mit dem dänischen Verteidigungsministerium über sieben Jahre Laufzeit. Geliefert werden Mittelkalibermunition für Flugabwehrsysteme, 155 Millimeter Artilleriemunition sowie 120 Millimeter Panzergeschosse, wobei erste Abrufe im dreistelligen Millionen-Euro-Bereich liegen.
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Zusätzlich genehmigte der Haushaltsausschuss des Bundestages das „Arminius“-Programm für Boxer-Fahrzeuge mit einem Festvertragsvolumen von 12,5 Milliarden Euro. Optionen könnten das Gesamtvolumen bis 2035 auf über 37 Milliarden Euro erhöhen.
Am Ende haben die Notierungen noch einen weiten Weg vor sich. Zur Erinnerung: Das Allzeithoch liegt bei 1.995,00 Euro. Dies wäre ein Minimalziel.
Davor gilt: Am 11. März 2026 veröffentlicht Rheinmetall die Zahlen für das vierte Quartal 2025, wobei die Prognose für 2026 Umsätze zwischen 15 und 16 Milliarden Euro sowie eine Margenindikation von 18 bis 20 % vorsieht.
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