Rheinmetall-Aktie: Absolut alles falsch!

Trotz anhaltender Kursschwäche hält Bernstein Research an einem Kursziel von 2.050 Euro fest. Neue Großaufträge und die anstehende Quartalsveröffentlichung prägen die Perspektive.

Rheinmetall Aktie - Beitragsbild
Kurz & knapp:
  • Aktie verzeichnet fünften Verlusttag in Folge
  • Bernstein sieht Aufwärtspotenzial von über 24 Prozent
  • Neue Großaufträge aus Dänemark und Deutschland
  • Quartalszahlen und Jahresprognose für 2026 erwartet

Was für ein ernüchternder Dienstag: Am fünften Handelstag in Folge verliert die Aktie von Rheinmetall weiter an Boden und notiert nach einem Abschlag von -2,4 % nur noch bei 1.588,50 Euro. In der vergangenen Woche rutschten die Notierungen bereits unter die Marke von 1.700 Euro, was am Markt für intensive Diskussionen sorgt.

MWB Research äußerte sich am Dienstag dahingehend, dass ein möglicher längerer Iran-Krieg für Rheinmetall keinen wesentlichen zusätzlichen Nutzen bringen würde. Diese Einschätzung kontrastiert mit der Erwartung vieler Marktteilnehmer seit den militärischen Spannungen zwischen den USA und dem Iran, die am Wochenende quasi begonnen haben. Ob dies bereits ein „Krieg“ ist, wird die Zeit zeigen.

Rheinmetall: Dennoch gute Bewertungen

Bernstein Research hält dennoch an der Einstufung „Outperform“ fest, wobei Analyst Douglas Harned ein Kursziel von 2.050 Euro nennt. Beim Referenzkurs von rund 1.590 Euro ergibt sich daraus ein rechnerisches Potenzial von über 24 %.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Rheinmetall?

Dabei sind die Notierungen klar unterhalb des GD100 und des GD200. Diese technische Konstellation, der damit zu konstatierende Abwärtstrend, fällt in eine Phase, in der Verteidigungswerte nach militärischen Ereignissen üblicherweise erhöhte Nachfrage verzeichnen.

Langfristig richtet sich der Blick auf den US-Verteidigungshaushalt für 2027, in dem umfangreiche Budgetentscheidungen anstehen. Rheinmetall positioniert sich als Zulieferer für mehrere Programme, deren konkrete Volumina erst mit den Haushaltsbeschlüssen festgelegt werden.

Operativ meldete das Unternehmen einen Rahmenvertrag mit dem dänischen Verteidigungsministerium über sieben Jahre Laufzeit. Geliefert werden Mittelkalibermunition für Flugabwehrsysteme, 155 Millimeter Artilleriemunition sowie 120 Millimeter Panzergeschosse, wobei erste Abrufe im dreistelligen Millionen-Euro-Bereich liegen.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Rheinmetall?

Zusätzlich genehmigte der Haushaltsausschuss des Bundestages das „Arminius“-Programm für Boxer-Fahrzeuge mit einem Festvertragsvolumen von 12,5 Milliarden Euro. Optionen könnten das Gesamtvolumen bis 2035 auf über 37 Milliarden Euro erhöhen.

Am Ende haben die Notierungen noch einen weiten Weg vor sich. Zur Erinnerung: Das Allzeithoch liegt bei 1.995,00 Euro. Dies wäre ein Minimalziel.

Davor gilt: Am 11. März 2026 veröffentlicht Rheinmetall die Zahlen für das vierte Quartal 2025, wobei die Prognose für 2026 Umsätze zwischen 15 und 16 Milliarden Euro sowie eine Margenindikation von 18 bis 20 % vorsieht.

Rheinmetall-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Rheinmetall-Analyse vom 3. März liefert die Antwort:

Die neusten Rheinmetall-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Rheinmetall-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 3. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Rheinmetall: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Rheinmetall

Über Mirko Hennecke 1594 Artikel

Mirko Hennecke ist ein aufstrebender Wirtschaftsjournalist, der mit 25 Jahren bereits eine beeindruckende Karriere vorweist. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Analysen, klare Sprache und ein tiefes Verständnis globaler wirtschaftlicher Zusammenhänge aus.
Spezialisiert auf internationale Finanzmärkte, Wirtschaftspolitik und makroökonomische Entwicklungen, verbindet er präzise Recherche mit einer frischen, zugänglichen Perspektive.

Seine journalistische Laufbahn begann in einer renommierten deutschen Wirtschaftsredaktion, wo er durch analytisches Denken und prägnante Berichterstattung schnell Aufmerksamkeit erregte. Stationen in London und Zürich vertieften sein Verständnis für die europäische Finanzwelt und globale Marktmechanismen. Heute arbeitet Mirko als unabhängiger Journalist und veröffentlicht regelmäßig in führenden Wirtschafts- und Fachmedien im deutschsprachigen Raum, darunter angesehene Publikationen.

Mirko hat einen Abschluss in Wirtschaftswissenschaften (B.Sc.) von einer deutschen Spitzenuniversität, ergänzt durch ein Zertifikat in Finanzjournalismus. Seine Artikel bieten nicht nur Orientierung in komplexen Themen, sondern wurden auch mehrfach ausgezeichnet, darunter ein Nachwuchsjournalismus-Preis im Jahr 2023. Als gefragter Gastautor trägt er zudem zu internationalen Plattformen bei, wo er wirtschaftspolitische Trends und makroökonomische Analysen beleuchtet.

Mit einem Gespür für aktuelle Entwicklungen und einer klaren Handschrift ist Mirko Hennecke eine Stimme, die in der Wirtschaftsberichterstattung gehört wird – sachlich, fundiert und stets am Puls der Zeit.