Rheinmetall geriet am Freitag im schwachen Umfeld deutscher Rüstungsaktien unter Druck. Medienberichten zufolge belasteten die für November vorbereiteten Ukraine-Russland-US-Gespräche in Abu Dhabi und die näher rückende Berichtssaison die Stimmung; eine konkrete Unternehmensmeldung wurde nicht als Auslöser genannt. Die Aktie verlor am Freitag 2,0% und schloss bei 1.032,60 €.
Erwartungen und operative Fortschritte
Bereits am Dienstag hatte Deutsche Bank Research das Kursziel von 1.800 auf 1.650 Euro gesenkt und die Kaufempfehlung bestätigt. Analyst Christoph Laskawi verwies auf ein Erwartungsdilemma vor dem Kapitalmarkttag. Unsicherheit bestehe beim Auftragseingang und beim glaubwürdigen Hochlauf bis 2030.
Aus dem operativen Geschäft meldete Rheinmetall am Freitag die Übergabe der ersten Caracal-Serienfahrzeuge an die deutschen und niederländischen Streitkräfte. Nach Unternehmensangaben sollen beide Länder bis 2030 insgesamt mehr als 1.500 Fahrzeuge erhalten. Die ersten Serienauslieferungen sind damit vollzogen, während die weiteren Lieferungen vorgesehen bleiben.
Am 22. Oktober eröffnete Rheinmetall zudem die UK Gun Hall in Telford zur Fertigung großkalibriger Waffen. Die Anlage soll Waffensysteme mit Kalibern von 120 und 155 Millimetern herstellen.
Euronaval und Quartalszahlen stehen bevor
Für die Euronaval vom 3. bis 6. November 2026 hat Rheinmetall am Freitag seinen Messeauftritt angekündigt. Das Unternehmen will dort unter anderem das unbemannte Überwassersystem Kraken K3 präsentieren. Zum angekündigten Programm gehören außerdem das Millennium-Geschütz und das MASS-Täuschkörpersystem.
Der nächste bestätigte Finanztermin ist der 5. November 2026: Dann veröffentlicht Rheinmetall den Bericht für das dritte Quartal 2026. Dieser Termin fällt in den Zeitraum des angekündigten Euronaval-Auftritts.
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