Rheinmetall-Aktie: Alles am Ende!?

Der Rüstungskonzern Rheinmetall verzeichnet deutliche Kursverluste nach Veröffentlichung der Geschäftszahlen und einer schwachen Marktreaktion auf die RENK-Integration. Analysten bleiben trotzdem langfristig optimistisch.

Luftaufnahme eines Finanzviertels bei Sonnenaufgang
Kurz & knapp:
  • Aktienkurs fällt auf tiefsten Stand seit Montag
  • Schwache Marktreaktion auf RENK-Zahlenmeldung
  • Übernahme von Naval Vessels Lürssen abgeschlossen
  • Analysten halten Kursziele über 2100 Euro für möglich

Am Donnerstag reagierte die Aktie von Rheinmetall in Frankfurt mit deutlichem Druck nach veröffentlichten Geschäftszahlen. Der Kurs rutschte laut Xetra zeitweise auf 1551,25 Euro und markierte damit den schwächsten Stand seit Montagmorgen. Am Montag notierte Rheinmetall noch im Peak bei 1763 Euro, bevor mehrere Handelstage Verkaufsdruck in den Markt brachten.

Während der Sitzung am Dienstag fiel das Papier kurz unter 1600 Euro und näherte sich einer charttechnischen Gefahrenzone. Charttechniker von Kepler Cheuvreux verwiesen am Mittwoch auf die Zone um 1644 Euro als kurzfristige Reaktionsmarke. Eine Gegenbewegung am Mittwoch hob den Titel dann zeitweise über diese Marke und brachte ein Tagesplus von über 4 %. Dennoch: Es ist bei weitem nicht alles Gold, was zwischenzeitlich glänzt. Heute geht es massiv abwärts.

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Rheinmetall: Die Renk hat es hier verbockt!

Händler an der Börse Stuttgart verwiesen am Donnerstag zusätzlich auf schwache Handelssitzungen unmittelbar nach der RENK-Zahlenmeldung. Die Veröffentlichung von RENK am Vormittag löste im Verteidigungssegment spürbare Umschichtungen institutioneller Depots aus. Parallel dominierte der Iran-Konflikt seit Wochenbeginn die Schlagzeilen an den Märkten von London bis New York. Der Sektor steht ohnehin unter Druck.

Mehrere Banken wie JPMorgan verwiesen dennoch auf langfristige Verteidigungsbudgets innerhalb der NATO-Programme. Analysten von Goldman Sachs halten weiterhin Kursziele oberhalb von 2120 Euro für möglich. Begründet wird diese Bewertung mit steigenden Militärhaushalten seit dem NATO-Beschluss von Vilnius. 5 % des jährlichen BIP soll von den Staaten jeweils in die Rüstung investiert werden.

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Operativ ist Rheinmetall gleichfalls sehr weit vorne. Nun sorgte zusätzlich die Integration von Naval Vessels Lürssen seit Anfang März für strukturelle Veränderungen im Konzernportfolio. Mit der Werftengruppe NVL übernahm Rheinmetall traditionsreiche Standorte wie Blohm+Voss in Hamburg. Unternehmensangaben aus Düsseldorf nennen rund 2100 Beschäftigte, die mit dieser Transaktion in den Konzern wechselten. Die neue Sparte Naval Systems soll laut Konzernstrategie künftig Fregatten und Korvetten als Hauptauftragnehmer liefern.

Branchenbeobachter von Berenberg verweisen dabei auf wachsende Marineprogramme innerhalb europäischer Beschaffungspläne. Parallel diskutierte der Haushaltsausschuss im Bundestag Kürzungen bei einer geplanten Drohneninitiative des Verteidigungsministeriums. Statt beantragter 4,4 Milliarden Euro bewilligte Berlin lediglich 2 Milliarden Euro für dieses Programm. Rheinmetall sollte laut Plan im April als dritter Lieferant in dieses Projekt eintreten. Solche Vorgänge zeigen, warum die Analysten hier noch immer enorme Chancen sehen. Rund 2.120 Euro könnten es also werden.

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Über Mirko Hennecke 1618 Artikel

Mirko Hennecke ist ein aufstrebender Wirtschaftsjournalist, der mit 25 Jahren bereits eine beeindruckende Karriere vorweist. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Analysen, klare Sprache und ein tiefes Verständnis globaler wirtschaftlicher Zusammenhänge aus.
Spezialisiert auf internationale Finanzmärkte, Wirtschaftspolitik und makroökonomische Entwicklungen, verbindet er präzise Recherche mit einer frischen, zugänglichen Perspektive.

Seine journalistische Laufbahn begann in einer renommierten deutschen Wirtschaftsredaktion, wo er durch analytisches Denken und prägnante Berichterstattung schnell Aufmerksamkeit erregte. Stationen in London und Zürich vertieften sein Verständnis für die europäische Finanzwelt und globale Marktmechanismen. Heute arbeitet Mirko als unabhängiger Journalist und veröffentlicht regelmäßig in führenden Wirtschafts- und Fachmedien im deutschsprachigen Raum, darunter angesehene Publikationen.

Mirko hat einen Abschluss in Wirtschaftswissenschaften (B.Sc.) von einer deutschen Spitzenuniversität, ergänzt durch ein Zertifikat in Finanzjournalismus. Seine Artikel bieten nicht nur Orientierung in komplexen Themen, sondern wurden auch mehrfach ausgezeichnet, darunter ein Nachwuchsjournalismus-Preis im Jahr 2023. Als gefragter Gastautor trägt er zudem zu internationalen Plattformen bei, wo er wirtschaftspolitische Trends und makroökonomische Analysen beleuchtet.

Mit einem Gespür für aktuelle Entwicklungen und einer klaren Handschrift ist Mirko Hennecke eine Stimme, die in der Wirtschaftsberichterstattung gehört wird – sachlich, fundiert und stets am Puls der Zeit.