Die Erholungsrally nach dem US-Iran-Waffenstillstand ist bereits Vergangenheit. Was am Mittwoch noch wie eine Trendwende aussah, entpuppt sich als kurzes Aufflackern — die Rheinmetall-Aktie gibt alle Gewinne wieder ab und kämpft erneut um die Marke von 1.500 Euro.
Charttechnik sendet klare Warnsignale
Das Chartbild hat sich in den vergangenen Monaten erheblich eingetrübt. Eine Schulter-Kopf-Schulter-Formation sowie ein bereits im Dezember ausgebildetes Death Cross liefern gleich zwei klassische Trendwendesignale nach unten. Innerhalb eines Abwärtstrendkanals mit einer Breite von rund 300 Euro fehlt der Aktie bislang die Kraft, die gleitenden Durchschnitte zurückzuerobern — die ihrerseits bereits nach unten zeigen.
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Zwar prallte der Kurs zuletzt von der Trendkanalunterkante ab, doch die erneuten Verluste dürften die Oberkante als Widerstand bestätigen. RSI und MACD befinden sich beide im Abwärtsmodus. Ein Rutsch unter 1.500 Euro würde den Weg zunächst zur Trendkanalunterkante und anschließend zur Unterstützung bei 1.250 Euro freimachen. Hält auch diese nicht, rückt die psychologisch bedeutsame Marke von 1.000 Euro ins Blickfeld.
Bewertung unter Druck
Auch fundamental liefert die Aktie wenig Rückhalt. Das für 2026 erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis von 43,7 liegt deutlich über dem Branchendurchschnitt — selbst US-Rüstungskonzerne wie Raytheon oder Lockheed Martin sind niedriger bewertet. Legt man ein KGV von 25 zugrunde, ergibt sich auf Basis aktueller Gewinnschätzungen ein fairer Wert von rund 904 Euro für 2026 und etwa 1.339 Euro für 2027. Der aktuelle Kurs um 1.500 Euro spiegelt damit eine Prämie wider, für die der Markt zunehmend weniger Geduld aufbringt.
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Hinzu kommen Protestaktion am Berliner Werksgelände: Sieben Aktivisten klebten sich heute Morgen vor der Einfahrt des Unternehmens in Berlin-Gesundbrunnen fest und blockierten die Zufahrt. Es ist bereits die zweite Aktion innerhalb weniger Wochen — Ende März hatten Demonstranten das Dach des Gebäudes erklommen. Für den Aktienkurs sind solche Vorfälle zwar kein bewegendes Ereignis, doch sie unterstreichen den wachsenden öffentlichen Gegenwind gegenüber dem Konzern.
Auf der Kurstafel steht aktuell ein Minus von rund 0,3 Prozent bei knapp 1.546 Euro. Die Bären haben das Heft klar in der Hand — ein Ausbruch über 1.750 Euro wäre das einzige Signal, das das gegenwärtige Szenario kippen könnte.
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