Rheinmetall Aktie: Bären behalten Oberhand

Die Rheinmetall-Aktie verliert ihre Erholungsgewinne und kämpft um die 1.500-Euro-Marke. Chartmuster und ein hohes KGV deuten auf anhaltenden Abwärtsdruck hin.

Rheinmetall Aktie
Kurz & knapp:
  • Chart zeigt Schulter-Kopf-Schulter-Formation und Death Cross
  • KGV von 43,7 liegt deutlich über Branchendurchschnitt
  • Aktivisten blockieren erneut Werksgelände in Berlin
  • Kursziel bei Bruch von 1.500 Euro liegt bei 1.250 Euro

Die Erholungsrally nach dem US-Iran-Waffenstillstand ist bereits Vergangenheit. Was am Mittwoch noch wie eine Trendwende aussah, entpuppt sich als kurzes Aufflackern — die Rheinmetall-Aktie gibt alle Gewinne wieder ab und kämpft erneut um die Marke von 1.500 Euro.

Charttechnik sendet klare Warnsignale

Das Chartbild hat sich in den vergangenen Monaten erheblich eingetrübt. Eine Schulter-Kopf-Schulter-Formation sowie ein bereits im Dezember ausgebildetes Death Cross liefern gleich zwei klassische Trendwendesignale nach unten. Innerhalb eines Abwärtstrendkanals mit einer Breite von rund 300 Euro fehlt der Aktie bislang die Kraft, die gleitenden Durchschnitte zurückzuerobern — die ihrerseits bereits nach unten zeigen.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Rheinmetall?

Zwar prallte der Kurs zuletzt von der Trendkanalunterkante ab, doch die erneuten Verluste dürften die Oberkante als Widerstand bestätigen. RSI und MACD befinden sich beide im Abwärtsmodus. Ein Rutsch unter 1.500 Euro würde den Weg zunächst zur Trendkanalunterkante und anschließend zur Unterstützung bei 1.250 Euro freimachen. Hält auch diese nicht, rückt die psychologisch bedeutsame Marke von 1.000 Euro ins Blickfeld.

Bewertung unter Druck

Auch fundamental liefert die Aktie wenig Rückhalt. Das für 2026 erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis von 43,7 liegt deutlich über dem Branchendurchschnitt — selbst US-Rüstungskonzerne wie Raytheon oder Lockheed Martin sind niedriger bewertet. Legt man ein KGV von 25 zugrunde, ergibt sich auf Basis aktueller Gewinnschätzungen ein fairer Wert von rund 904 Euro für 2026 und etwa 1.339 Euro für 2027. Der aktuelle Kurs um 1.500 Euro spiegelt damit eine Prämie wider, für die der Markt zunehmend weniger Geduld aufbringt.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Rheinmetall?

Hinzu kommen Protestaktion am Berliner Werksgelände: Sieben Aktivisten klebten sich heute Morgen vor der Einfahrt des Unternehmens in Berlin-Gesundbrunnen fest und blockierten die Zufahrt. Es ist bereits die zweite Aktion innerhalb weniger Wochen — Ende März hatten Demonstranten das Dach des Gebäudes erklommen. Für den Aktienkurs sind solche Vorfälle zwar kein bewegendes Ereignis, doch sie unterstreichen den wachsenden öffentlichen Gegenwind gegenüber dem Konzern.

Auf der Kurstafel steht aktuell ein Minus von rund 0,3 Prozent bei knapp 1.546 Euro. Die Bären haben das Heft klar in der Hand — ein Ausbruch über 1.750 Euro wäre das einzige Signal, das das gegenwärtige Szenario kippen könnte.

Rheinmetall-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Rheinmetall-Analyse vom 10. April liefert die Antwort:

Die neusten Rheinmetall-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Rheinmetall-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 10. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Rheinmetall: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Rheinmetall

Über Dieter Jaworski 2838 Artikel

Über mich: Systematisch und fundiert investieren

Als unabhängiger Finanzanalyst unterstütze ich seit 2002 private und institutionelle Anleger bei der Entwicklung nachhaltiger Finanzstrategien. Meine Leidenschaft für Finanzen und Zahlen reicht jedoch viel weiter zurück – über 40 Jahre. Diese langjährige Begeisterung, kombiniert mit über zwei Jahrzehnten professioneller Erfahrung in Aktienanalyse und Vermögensaufbau, bildet die Basis meiner Arbeit.

Mein Ziel ist es, Ihnen zu helfen, Ihre Finanzen selbstbewusst und systematisch zu steuern. Ich setze auf praxiserprobte Strategien, die auf fundierten Kennzahlen und klaren Regeln basieren – ohne Hype oder kurzfristige Spekulation.

Mein Weg: Von Siemens-Aktien zur professionellen Analyse

Meine Faszination für Finanzen begann früh. Die ersten eigenen Aktien (Siemens-Belegschaftsaktien 1980) weckten mein Interesse. Während meines Elektrotechnikstudiums vertiefte ich mich im Selbststudium in die Analyse von Aktien und Unternehmensdaten. Die Dotcom-Blase um 2000 war eine prägende Erfahrung – der Verlust von 50% des Kapitals verdeutlichte mir schmerzhaft: „Gier frisst Hirn“. Diese Lektion führte zur Entwicklung disziplinierter Strategien im Bereich Value Investing und Momentum.

Parallel zu meiner wachsenden Finanzexpertise war ich 29 Jahre bei Siemens in internationalen Positionen tätig (u.a. Netzplanung, technische Großprojekte, Vertriebsleitung). Diese Zeit verschaffte mir tiefe Einblicke in die Abläufe und Kennzahlen großer Konzerne – ein unschätzbarer Vorteil für die heutige Aktienbewertung. Ich war zudem im Research-Team eines Finanzinstituts und als Gutachter für einen Wirtschaftsverlag tätig.

Seit 2007 bin ich als unabhängiger Finanzdienstleister aktiv. Meine Analysen teile ich auch unter den Pseudonymen „Javo“ und "value-javo" auf Finanzplattformen.

Meine Expertise & Arbeitsweise: Transparenz und klare Regeln

Mein Ansatz kombiniert tiefes Fachwissen mit praktischer Erfahrung. Meine Kernkompetenzen umfassen die präzise Aktienanalyse anhand quantitativer und qualitativer Faktoren, die Entwicklung langfristiger Vermögensaufbaustrategien und diszipliniertes Risikomanagement.

Seit 2014 setze ich meine Strategie öffentlich und transparent im Wikifolio „2M – Market Momentum“ um. Dieses Portfolio fokussiert auf Aktien mit starkem Momentum, die gleichzeitig strenge fundamentale Kriterien (Marge, Verschuldung, Ertragskraft) erfüllen. Es spiegelt meine Kernprinzipien wider:

  • Transparenz: Alle Trades im Wikifolio sind öffentlich einsehbar.
  • Substanz: Investitionen nur auf Basis solider Kennzahlen (Umsatz, Gewinn, Cashflow etc.).
  • Disziplin: Regelbasiertes Handeln zur Vermeidung emotionaler Fehlentscheidungen.
  • Nachhaltigkeit: Langfristige Strategien statt kurzfristiger Spekulation.
  • Unabhängigkeit: Keine Interessenkonflikte, nur Ihre finanziellen Ziele im Fokus.

Mein Ziel: Ihr Partner für systematischen Vermögensaufbau

Ich möchte Menschen helfen, ihre Finanzen selbstbewusst und mit einem klaren Plan zu steuern. Mit System, Substanz und meiner jahrzehntelangen Erfahrung unterstütze ich Sie auf Ihrem Weg zum erfolgreichen Vermögensaufbau.